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HUNDERTWASSER, FRIEDENSREICH

Wien 1928 - 2000 Oakland

"Menschenfreude".

6 Blätter aus der Serie: 1. "Homo Humanitas Jinrui Al". 2. "Recht auf Träume". 3. "Recht auf Schöpfung". 4. "Das Fensterrecht". 5. "Die zweite Haut". 6. "Friedensvertrag mit der Natur".

Farbholzschnitte,
je handsig. u. dat. Vienna 1987, je num. 173/200,
je 50x40 cm

Dem österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser, mit bürgerlichem Namen Friedrich Stowasser, wurde schon als Knabe ein aussergewöhnlicher Formen- und Farbensinn zugesprochen. Seine Jugend war geprägt vom Nationalsozialismus, den er - dank seiner katholischen Taufe selbst Mitglied der Hitler-Jugend - zusammen mit seiner jüdischstämmigen Mutter überlebte. Hundertwassers künstlerische Karriere begann 1948/49 an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Ab diesem Zeitpunkt pflegte er mit dem Nachnamen "Hundertwasser" zu signieren. Im Gefolge von Reisen nach Italien, Paris, Marokko, Tunesien und Sizilien sowie auf die Bürgeralm in der Steiermark liess sich der Künstler 1957 auf einem Bauernhof in der Normandie nieder. Nach kurzem Intermezzo als Dozent an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, das mit einem Eklat endete, reiste er 1961 nach Japan, wo auch sein Vorname zur finalen künstlerischen Form "Friedensreich" fand. 1964 siedelte der Einzelgänger nach Niederösterreich und schliesslich in den 1970er Jahren nach Neuseeland über, wo sich sein Bestreben nach einem Leben und Schaffen in der freien Natur vollends verwirklichen liess. Neben seiner Hauptbeschäftigung als Maler und Architekt engagierte sich Hundertwasser als aktiver Umweltschützer. Sein gesamtes Dasein war geprägt vom Widerstand gegen jegliche Standardisierung, was sich auch in seiner künstlerischen Arbeit manifestierte.

Die vorliegende Holzschnittfolge erinnert mit ihren Schriftzeichen an Friedensreich Hundertwassers Japanreise im Jahr 1961. Obwohl erst 1987 entstanden, drückt sich in ihr die Faszination des Künstlers für die japanische Kultur aus, die nach seinen eigenen Worten "Der Orient ist Farbe, der Westen ist Grau" auch sein späteres Werk geprägt hat.

Estimation CHF 18'000
EUR 17'307
USD 19'354
Zuschlag CHF 15'000

Ausrufzeit: 10.11.2017, circa 16.00 Uhr (+/- 45 Min.)
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.
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