A140 Herbst 2025 : Schweizer Kunst

39 Schweizer Kunst 56 LINER, CARL AUGUST (ST. GALLEN 1871 – 1946 APPENZELL) «DIE WOLKE». Öl auf Hartplatte, sig. u. dat. (19)40 u.r., verso a. Keilrahmen betitelt, 40,5 x 50 cm CHF 7500.– / EUR 8300.– Nach bestandener Matura an der Kantonsschule St. Gallen begab sich Carl August Liner 1890 nach München, wo er ein dreijähriges Studium an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste aufnahm. Besonderen Einfluss übten die Kurse von Paul Hoecker, der seine Schüler in freier Natur malen liess, auf den angehenden Künstler aus. 1894 kehrte er nach St. Gallen zurück und verdiente seinen Lebensunterhalt fortan mit Ge- legenheitsaufträgen und Zeichenunterricht. Vier Jahre nach seiner Heirat mit der Tochter einer grossbürgerlichen St. Galler Familie erwarb Liner 1906 das Landhaus am Unterrain bei Appenzell, wo unter anderem sein Sohn, der spätere Maler Carl Walter Liner (1914-1997), zur Welt kam. Das Oeuvre des zeitlebens der Freilichtmalerei verpflichteten Künstlers, das in erster Linie Landschaften und Porträts umfasst, bildet einen entschei- denden Beitrag zur Charakterisierung der Appenzeller Landschaft und dessen Volkes. Im Gedenken an Carl August und Carl Walter Liner wurde 1998 das gleichnamige Museum in Appenzell ins Leben gerufen.

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