A141 Frühling 2026 : Internationale Kunst
55 Internationale Kunst 368 HELLEU, PAUL CÉSAR (VANNES 1859 – 1927 PARIS) QUATRE ÉTUDES D‘UNE JEUNE FEMME. Kohle, sig. u.r., 65 x 46 cm (LM) CHF 8000.– / EUR 9000.– Provenienz: Privatbesitz, Schweiz. Paul Helleu war ein bretonischer Maler, Zeichner und Radierer, dessen modische Porträts sich bei den Pariser High Society-Damen grosser Beliebtheit erfreuten. Nach abgebrochener Keramikerlehre siedelte Helleu als 16-Jähriger nach Paris über, wo er beim Historienmaler Jean-Léon Gérôme an der École des Beaux-Arts studierte. Rasch machte er Bekanntschaft mit wichtigen Kunstschaffenden der Stadt wie Claude Monet, Henri Matisse und Edgar Degas. Besonders mit dem damals schon etablierten Amerikaner John Singer Sargent verband ihn eine lebenslange Freundschaft, die auch zu Aufträgen in den Vereinigten Staaten führte. Helleus künstlerische Produktion war mehrheitlich geprägt von schönen jungen Damen der städtischen Oberschicht, luxuriösen Kleidern und extravaganten Accessoires. Er porträtierte seine Modelle in eleganter, gleich- zeitig aber immer auch charakterstarken Art, was ihm eine Vielzahl Aufträge einbrachte. Sein Stil war nicht nur zu Lebzeiten beliebt, sondern sollte sich als Wegweiser für die Modemalerei und -fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts erweisen.
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