A141 Frühling 2026 : Internationale Kunst
67 Internationale Kunst 390 MORLOTTI, ENNIO (LECCO 1910 – 1992 MAILAND) «BOSCO DI ULIVI». Öl auf Leinwand, sig. u.r., verso a. Etikett dat. 1975 u. betitelt, 65 x 81 CHF 9500.– / EUR 10700.– Provenienz: Marlborough Galerie, Zürich (verso Etikett); Privatbesitz, Schweiz. Ausstellungen: 36. Biennale di Venezia, 11. Juni – 1. Oktober 1972, Nr. 48b; Il paesaggio di Morlotti, Pinacoteca comunale Casa Rusca, Locarno, 30. Mai – 19. Juli 1987 (mit Abbildung). Parallel zu seiner künstlerischen Erstausbildung besuchte Ennio Morlotti mit grossem Eifer Kirchen und Museen und hielt sich nebenbei mit Gele- genheitsarbeiten in Fabriken über Wasser. 1936 schrieb er sich an der Accademia di Belle Arti di Firenze ein, gefolgt von einer Studienreise nach Paris. Hier kam er in Berührung mit den Werken Paul Cézannes, der Fauvisten und der Expressionisten. Besonderen Eindruck hinterliess bei ihm Pablo Picassos «Guernica». Nach seiner Rückkehr nach Italien 1939 studierte er an der Mailänder Accademia di Belle Arti di Brera. Morlotti enga- gierte sich in verschiedenen Künstlergruppierungen, so um 1939 in der Mailänder Formation «Corrente», 1947 in Paris in der «Fronte Nuovo delle Arti» und ab 1952 in der «Gruppo degli Otto». Der Künstler, der zu den Vertretern der abstrakten Malerei Italiens zählt, schuf sich mit Landschaften, Stillleben und Figurenstudien einen Namen.
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