A141 Frühling 2026 : Internationale Kunst

83 Internationale Kunst 413 ARP, HANS (AUCH JEAN) (STRASSBURG 1887 – 1966 LOCARNO) UNTITLED. Kohle, sig. u.l., 39,5 x 29,5 cm (BM) CHF 8000.– / EUR 9000.– Hans Arp studierte 1904-1908 an der Kunstschule Weimar und an der Académie Julian in Paris. 1909 zog er in die Schweiz und wurde Mitbe- gründer der Künstlervereinigung «Moderner Bund». Nach einer ersten Ausstellung in Zürich 1915 lernte Arp über Tristan Tzara, dessen Gedichte er illustrierte, Hugo Ball und Richard Huelsenbeck kennen. Zusammen begründeten sie den Dadaismus in der Schweiz. Durch seine Heirat mit der Künstlerin Sophie Taeuber erfuhr Arps Werk eine neue Inspiration. 1923 arbeitete er mit Kurt Schwitters zusammen, stellte mit den Surrealisten in Paris aus und wurde Mitglied der Künstlerbewegung Abstraction-Création. Im Dritten Reich wurden seine Werke als entartete Kunst diffamiert, was eine längere Periode finanzieller Schwierigkeiten nach sich zog. In dieser Zeit musste sich Arp auf die Verwendung billiger Materialien beschränken. So entstanden die «Dessins aux doigts» und die «Papiers froissés». Nach dem Tod seiner Frau reiste Arp in die USA, nach Italien und Griechenland, wo er Anregungen für sein plastisches Schaffen erhielt.

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