A141 Frühling 2026 : Schmuck

14 Schmuck & Uhren 2610 GOLD-ARMSPANGE OTHMAR ZSCHALER, BERN, 1974. Erlesenes Modell aus Gelbgold 18 kt. Der ovale, collageähnlich arrangierte Armschmuck schauseitig betont durch Ebenholzeinla- gen und 2 Diamant-Baguetten von zus. ca. 0,12 ct. An Scharnier- verschluss. Punziert «OZ», sig. «Othmar Zschaler» sowie dat. 1974. 5,3x5,8 cm (Innenmasse), 124,5 g  CHF 12000.– / EUR 13000.– 2611 DAMENARMBANDUHR OTHMAR ZSCHALER, BERN. Manufaktur: Othmar Zschaler, Bern. Jahr: Ohne Angabe. Referenz-Nr.: Ohne Nr. Werk-Nr.: 956.031. Kaliber: Quarz. Gehäuse-Nr.: Ohne Nr. Material: Gelbgold 18 kt. Armband: Inte- griertes Gliederarmband aus Gelbgold 18 kt. mit designertypischer Oberflächenstruktur. Verschluss: Integrierte Schliesse aus Gelbgold 18 kt. Grösse: 12x12 mm, L: 165 mm (Armband). Zubehör: Oth- mar Zschaler-Originalbox. Quadratisches Modell mit geschraubtem Boden, reliefiertem Ziffer- blatt und Stabzeigern aus Gelbgold 18 kt. Punziert «OZ». CHF 12000.– / EUR 13000.– OTHMAR ZSCHALER CHUR 1930 - 2023 BERN Othmar Zschaler wirkte als einer der prägenden Schweizer Gold- schmiede und Schmuckgestalter der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach seiner Ausbildung in Chur liess er sich in den frühen 1950er Jahren in Bern nieder, wo er ab 1960 ein eigenes Atelier führte, das sich rasch als Referenzadresse für zeitgenössischen Schmuck eta- blierte. Sein Schaffen fand früh Beachtung; wiederholt erhielt er das Eidgenössische Stipendium für angewandte Kunst sowie den Bay- erischen Staatspreis, und 2010 bedachte man ihn mit dem Berner Design Preis. Seine Arbeiten sind heute in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Zschaler verstand Schmuck nicht als dekoratives Beiwerk, sondern als eigenständige künstleri- sche Form. Er entwickelte eine abstrahierende, oft archaisch wirken- de Formensprache mit aufgebrochenen und spannungsvoll bearbei- teten Oberflächen. Neben Gold verwendete er auch Materialien wie Holz oder Acryl. Seine Kompositionen verstand er als «Skulpturen im Kleinformat» und verfolgte damit konsequent das Ziel, das tradi- tionelle Goldschmiedehandwerk zu erweitern und in eine autonome, skulpturale Ausdrucksform zu überführen.

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