A141 Frühling 2026 : Schweizer Kunst

9 Schweizer Kunst 7 ROBERT, AURÈLE (LA CHAUX-DE-FONDS 1805 – 1871 RIED BEI BIEL) IM ATRIUM DER KATHEDRALE VON LUGANO. Öl auf Leinwand, sig. u. dat. 1840 u.r., 66,5 x 79 cm CHF 9500.– / EUR 10700.– Provenienz: Dobiaschofsky Auktionen, Bern, 9. November 2007, Lot-Nr. 6; Privatbesitz, Schweiz. Aurèle Robert absolvierte zunächst in der heimischen Uhrenindustrie eine Lehre als Graveur. 1822 wurde er zur Mitarbeit ins Atelier seines erfolg- reichen älteren Malerbruders Léopold nach Rom eingeladen. Nach dem Besuch von Zeichenkursen an der dortigen Académie de France begann er mit eigenen Kompositionen. Bereits 1831 wurde eines seiner im Pariser Salon präsentierten Gemälde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Aurèle Robert sorgte für die druckgrafische Verbreitung der Werke seines Bruders und stand ihm bei seiner fortschreitenden Depression zur Seite, konnte seinen Freitod 1835 in Venedig aber nicht verhindern. Nach diesem tragischen Ereignis verliess er Italien, kehrte 1838 für fünf Jahre nach Venedig zurück und liess sich 1844 in La Chaux-de-Fonds, später in Ried bei Biel nieder. Malte Aurèle Robert zu Beginn seiner Karriere vor allem Genrebilder und Interieurs sowie Kopien nach Arbeiten seines Bruders Léopold, so spezialisierte er sich nach 1843 auf Porträts, die er zunächst mit reduzierter Farbpalette und gegen Ende seines Schaffens als Grisaillen ausführte.

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