A141 Frühling 2026 : Schweizer Kunst

53 Schweizer Kunst 91 BAUKNECHT, PHILIPP (BARCELONA 1884 – 1933 DAVOS) «BLUMENTOPF». Öl auf Rupfen, sig. u.r., 33,5 x 26,5 cm CHF 14000.– / EUR 16000.– Verso Waldstudie (Querformat). Provenienz: Galerie Kunsthandel Monet, Amsterdam; Galerie Iris Wazzau, Davos; Privatbesitz, Schweiz; Galerie Lovers Of Fine Art, Gstaad (verso Etikett); Privatsammlung, Schweiz. Ausstellung: Philipp Bauknecht zum 100. Geburtstag, Galerie Iris Wazzau, Davos, 22. Dezember 1984 – 7. Februar 1985 (mit Abbildung im Aus- stellungskatalog, Nr. 6). Literatur: Iris Wazzau/Gioia Smid, Philipp Bauknecht. Verzeichnis der Gemälde, Davos 2016, S. 362, Nr. 234 (mit Abbildung S. 363). Das angebotene Werk entstand um 1926-1928. Geboren als Sohn eines deutschen Uhrmachers, studierte Philipp Bauknecht Innenarchitektur an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart, wo er mit dem Jugendstil in Berührung kam und erste malerische Versuche unternahm. Sein Frühwerk zeigt denn auch Einflüsse der damaligen symbolisti- schen Landschaftsmalerei um Ferdinand Hodler und Giovanni Segantini. Durch seine Tuberkuloseerkrankung im Jahr 1910 sah sich der Deutsche schon früh mit den Themen Sterben und Tod konfrontiert. Gleichzeitig entdeckte er die Hochgebirgswelt, die wegweisend für sein künftiges Schaf- fen werden sollte. Während seiner Sanatoriumsaufenthalte in Davos fand der Autodidakt Freundschaft und Unterstützung in der deutschen Künst- lerkolonie, und zwischen 1919 und 1925 unterhielt er Kontakte mit Ernst Ludwig Kirchner. 1926 erfolgte sein Rückzug in eine abgelegene Hütte am Eingang des Dischmatals. Philipp Bauknecht gilt als bedeutender Exponent eines sich in den Alpen entfaltenden Expressionismus. In seinen Werken schilderte er die grandiose Bergnatur, das karge, erdverbundene Leben der Bergbevölkerung, später auch das mondäne Leben in Davos.

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