A141 Frühling 2026 : Schweizer Kunst
67 Schweizer Kunst 116 MANSER, ALBERT (1937 APPENZELL 2011) WINTERLANDSCHAFT IM APPENZELLERLAND. Öl auf Holz, sig. u. dat. (19)72 u.r., 34 x 52,5 cm CHF 9000.– / EUR 10000.– Der Appenzeller Bauernmaler Albert Manser galt bereits zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten Vertreter der naiven Malerei in der Schweiz. Aufgewachsen auf einem Bauernhof auf dem Hirschberg bei Appenzell, zeigte er schon früh künstlerisches Talent. Während seiner Ausbildung zum Konditor in St. Gallen machte ihn sein Lehrmeister und Sammler der Senntumsmalerei, Jakob Spörri, mit der Kunst vertraut und ermunterte ihn dazu, Gemälde nach traditionellen Vorlagen zu schaffen. Ab 1967 widmete sich Albert Manser ausschliesslich der Malerei. Popularität über die Grenzen der Schweiz hinweg erlangte er mit seinen reich illustrierten Kinderbüchern «Albertli: Geschichte eines Appenzeller Bauernbuben» und «Barbara». Eine Ausstellung in den Vereinigten Staaten machte sogar die New York Times auf ihn aufmerksam, die ihn mit der naiven amerikani- schen Malerin Grandma Moses verglich. Albert Mansers Werke dienten sowohl der Unicef als auch der Pro Juventute als Sujets für Weihnachts- karten. Schwer erkrankt, erhielt der Appenzeller bereits im Juni 2010 den Innerrhoder Kulturpreis 2011.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy NTQ4OTU=