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BUCHSER, FRANK

1828 Feldbrunnen 1890

"A sacred Nook in Virginia".


Öl auf Leinwand,
mgr. u.l., verso sig., dat. "July" 1867 u. betitelt,
53x78 cm

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Verso Etikett: National Gallery of Art, 1994.

Provenienz: Sammlung Prof. K. Kottmann; Sammlung Josef B. Gisiger, Selzach; Privatbesitz, Schweiz.

Ausstellungen: Frank Buchser, Kunstsammlung der Stadt Thun, 17. Juni - 13. August 1967, Nr. 76; The European Vision of America, National Gallery of Art, Washington, 7. Dezember 1975 - 15. Februar 1976 / The Cleveland Museum of Art, 28. April - 8. August 1976, je Nr. 334 (mit Abbildung im Ausstellungskatalog); L'Amérique vue par l'Europe, Grand Palais, Paris, 18. September 1976 - 3. Januar 1977, Nr. 334; Frank Buchser (1828-1890), Kunstmuseum Solothurn, 9. Juni - 16. September 1990, Nr. 1.6 (mit Abbildung im Ausstellungskatalog).

Literatur: Henry Lüdeke, Frank Buchsers amerikanische Sendung 1866-1871. Eine Chronik seiner Reisen, Basel 1941, S. 51 (mit Abbildung Nr. 35).

Das angebotene Gemälde ist beim Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft als eigenhändige Arbeit von Frank Buchser registriert (Inventar-Nr. 13'521).

Wohl kaum ein Schweizer Künstler führte ein so unstetes Leben und schuf dabei ein so bedeutendes, vielseitiges Werk wie Frank Buchser. Er erhielt zunächst eine Ausbildung als Klavier- und Orgelbauer und nahm nebenbei Zeichenunterricht. 1847 reiste er nach Paris zwecks Besuch eines mit ihm verwandten Malers. 1848 studierte er an der Accademia di San Luca in Rom und verdiente sein Geld als Schweizergardist. 1849-1865 lebte Buchser abwechselnd in Paris, Rom, Madrid und England und hielt sich zweitweise in Tanger und Fès auf. 1865 gründete er zusammen mit Rudolf Koller und Ernst Stückelberg die Vereinigung Schweizerischer Künstler zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Künstlerschaft. Im Mai 1866 brach Buchser zu seinem grössten Abenteuer - einem fünfjährigen Aufenthalt in den USA - auf. Später engagierte er sich für die einheimische Kunstförderung, darunter etwa für die Ablösung der bisherigen Turnusausstellungen durch eine Nationale Kunstausstellung. Eine solche wurde erstmals 1890 in Bern durchgeführt und fand als "Buchser-Salon" Eingang in die schweizerische Geschichtsschreibung.

Im Sommer 1867 führte eine Amerikareise den Maler in die üppigen Täler Virginias, wo er in einem bewaldeten Abschnitt des Laurel Creek eine idyllische Kulisse für das vorliegende Werk vorfand. Sein Hauptaugenmerk richtete er dabei auf das faszinierende Lichtspiel, das die Landschaft ihm hier bot. Mit den Badenden griff Buchser ein beliebtes Motiv seiner Zeit auf. Neu war jedoch die Loslösung dieses Sujets aus rein mythologischer und religiöser Konnotation, was auf Buchsers Komposition zwar sehr wohl zutrifft, für deren Titel hingegen nicht.

 

 

Verso label: National Gallery of Art, 1994.

Provenance: Collection Prof. K. Kottmann; Collection Josef B. Gisiger, Selzach; Private property, Switzerland.

Exhibitions: Frank Buchser, Kunstsammlung der Stadt Thun, 17 June - 13 August 1967, no. 76; The European Vision of America, National Gallery of Art, Washington, 7 December 1975 - 15 February 1976 / The Cleveland Museum of Art, 28 April - 8 August 1976, both no. 334 (illustrated in the catalogue); L'Amérique vue par l'Europe, Grand Palais, Paris, 18 September 1976 - 3 January 1977, no. 334; Frank Buchser (1828-1890), Kunstmuseum Solothurn, 9 June - 16 September 1990, no. 1.6 (illustrated in the catalogue).

Literature: Henry Lüdeke, Frank Buchsers amerikanische Sendung 1866-1871. Eine Chronik seiner Reisen, Basel 1941, p. 51 (illustrated, no. 35).

The painting on offer is registered at the Swiss Institute for Art Studies (SIK/ISEA) as an authentic work by Frank Buchser (inventory no. 13'521).

In the summer of 1867, a trip to America led the painter into the rich valleys of Virginia, where he found an idyllic setting for the work at hand in a wooded section of Laurel Creek. His main focus was on the dazzling play of light that the landscape offered. With the bathers, Buchser chose a popular motif of his time. New at the time was the detachment of this subject from purely mythological and religious connotations, which only took place in the pictorial composition but not in the title.

Estimation CHF 45'000
EUR 42'056
USD 46'875

Ausrufzeit: 10. Mai 2019, circa 18.30 Uhr (+/- 45 Min.)
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.
© Dobiaschofsky Auktionen AG 2019
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