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STAMOS, THEODOROS

New York 1922 - 1997 Ioannina

"Infinity Field Lefkada Series I".


Acryl auf Lwd.,
verso a. Galerie-Etikett dat. 1977 u. betitelt,
92x71 cm

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Echtheitszertifikat: Theodoros Stamos, Zürich, 8. Oktober 1985.

Provenienz: Louis K. Meisel Gallery, New York, 1977 (verso Etikett); M. Knoedler Galerie, Zürich, 1985, Nr. 1689 K (verso Etikett, dort betitelt "IFLS"); Privatbesitz, Schweiz.

Geboren als Sohn griechischer Einwanderer in New York, studierte Theodor Stamos ab 1936 dank eines Stipendiums an der American Artist School Bildhauerei. Durch die Auseinandersetzung mit den Werken von Milton Avery und Marsden Hartley brach er das Studium kurz vor Abschluss ab und wandte sich der Malerei zu. Rasch kam er in Kontakt mit den Künstlern Arshile Gorky, Adolph Gottlieb und Barnett Newman. Stamos' figuratives Frühwerk verrät surrealistische Einflüsse, eine Faszination für amorphe Formen und einen Hang zu urzeitlichen und mythologischen Themen. 1943 wurde ihm eine erste Einzelausstellung in der New Yorker Wakefield Galerie zuteil, und bis Ende des Jahrzehntes etablierte sich der junge Künstler als Vertreter des Abstrakten Expressionismus. Ab Mitte der 1940er Jahre übernahm er regelmässig Lehraufträge, zunächst für vier Jahre am progressiven Black Mountain Collage in Asheville und ab 1955 für rund 20 Jahre an der New Yorker Art Students League. Daneben unternahm er zahlreiche Reisen durch die Vereinigten Staaten und nach Europa. Ab 1954 begann Stamos mehrheitlich in Serien zu arbeiten, die zunehmend von Farbflächen geprägt wurden. Hierdurch fand er zu einer mystischen, ausdrucksstarken Farbfeldmalerei, die Verwandtschaft mit den künstlerischen Positionen von Barnett Newman und Mark Rothko aufweist. Mit letzterem verband ihn eine enge Freundschaft. Nach dessen Suizid wurde er zum Mittestamentsvollstrecker ernannt. Im Zuge eines von Rothkos Tochter geführten jahrelangen Prozesses verlor Stamos nicht nur einen Grossteil seines Vermögens und sein Haus, sondern auch seine gesellschaftliche Stellung in den amerikanischen Kunstkreisen, woraufhin er sich bis zu seinem Lebensende auf die griechische Insel Lefkos zurückzog.

Ab den 1970er Jahren entstanden Theodoros Stamos' "Color Fields"-Serien als Fortsetzung seiner in den 1950er Jahren praktizierten Methode, einzelne Farbflächen unscharf gegeneinander abzugrenzen, sowie seine "Infinity Fields"-Serien, die von einer malerischen Entwicklung vom Farbfeld hin zum Farbkörper bestimmt sind. Die hierbei eingesetzte Farbschichttechnik kann als Vorläufer der Farbfeldmalerei bezeichnet werden. Stamos verarbeitete seine Empfindungen in ortsbezogenen Serien, weshalb die "Infinity Fields"-Folgen durch zusätzliche Ortbezeichnungen wie "Torino Series", "Jerusalem Series" oder "Lefkada Series" gekennzeichnet wurden. Zu letzterer gehört das vorliegende Werk.

 

 

Certificate of authenticity: Theodoros Stamos, Zurich, October 8, 1985.

Provenance: Louis K. Meisel Gallery, New York, 1977 (verso label); M. Knoedler Galerie, Zurich, 1985, no. 1689 K (verso label, there titled "IFLS"); private property, Switzerland.

From the 1970s onwards Theodoros Stamos' "Color Fields" series were created. These were the continuation of his method, practiced in the 1950s, of delimiting in a blurry way individual color fields against each other, as well as of his "Infinity Fields" series, which are defined by a painterly development from color field to color body. The color layer technique used here can be described as a precursor of the color field painting. Stamos worked with site-specific series, which is why the "Infinity Fields" series were additionally marked by place names such as "Torino Series", "Jerusalem Series" or "Lefkada Series". The work on offer belongs to the latter.


Estimation CHF 13'000
EUR 12'149
USD 13'541

Ausrufzeit: 06.11.2020, circa 16.30 Uhr (+/- 45 Min.)
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.
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