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DONGEN, KEES VAN

Delfshaven 1877 - 1968 Monaco

"Paris, Buttes-Chaumont".


Öl auf Leinwand,
sig. u.l., verso sig. sowie a. Keilrahmen bez. "La Butte
Chaumont", 35,5x54 cm

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Provenienz: Galerie Moos, Genf, 1916; Sammlung Dr. Ulysse Vauthier, Genf; Koller Auktionen, Zürich, 24. Juni 2010, Lot-Nr. 3256; Privatsammlung, Westschweiz.

Ausstellungen: Van Dongen, Musée Rath, Genf, 30. Oktober - 29. November 1959, Nr. 55 (dort betitelt "Paris, Buttes-Chaumont" und um 1915 datiert); Van Dongen, Musée National d'Art Moderne, Paris, 13. Oktober - 26. November 1967/Museum Boymans van Beuningen, Rotterdam, 8. Dezember 1967 - 28. Januar 1968, Nr. 9 (verso Etikett; im Ausstellungskatalog um 1903 datiert); Hommage à Van Dongen, Musée Cantini, Marseille, 27. Juni - 15. September 1969, Nr. 9 (verso Etikett; im Ausstellungskatalog betitelt "Paris vu du Sacre-Coeur de Montmartre" und um 1903 datiert).

Kees van Dongen brach sein Studium an der "Akademie voor Beeldende Kunsten" in Rotterdam 1894 ab und arbeitete danach als Zeichner für satirische Zeitschriften. Seine Darstellungen von Hafenszenen und Freudenmädchen sorgten für grosses öffentliches Aufsehen. 1897 verbrachte er mehrere Monate in Paris, wo er sich zwei Jahre später gänzlich niederliess. Rasch überwand der Künstler seinen anfänglich impressionistisch motivierten Stil und wandte sich einer experimentierfreudigeren Malerei zu. Die Begegnung mit Pablo Picasso veranlasste ihn zum Umzug in dessen Atelierbaracke Bateau-Lavoir auf dem Montmartre, Treffpunkt zahlreicher Künstler. 1905 schloss sich Kees van Dongen den Fauves an, wodurch er die Bekanntschaft mit Henri Matisse, André Derain und Maurice de Vlaminck machte. Auf Einladung von Max Pechstein stellte er 1908 im Rahmen der Künstlergruppe "Die Brücke" in Dresden aus, der er sich im Folgejahr auch anschloss. Im Rahmen seines fauvistischen Schaffens veränderte sich van Dongens Palette von ursprünglich neutralen Tönen hin zu lebhafter und ausdrucksstarker Farbigkeit. Seine Arbeiten umfassen in erster Linie überzeichnete Frauenporträts und Landschaftsdarstellungen, die ihm zu grosser Popularität verhalfen. Im Zuge seines Erfolges gab sich der Künstler einem dekadenten Leben in den mondänen Kreisen von Montparnasse hin. Ab den 1920er Jahren konzentrierte er sich fast ausschliesslich auf fauvistische Auftragsporträts der Pariser Elite. Kees van Dongens Werke befinden sich u.a. in den Sammlungen des Museums of Modern Art in New York, des Städel Museums in Frankfurt am Main und des Musée de l'Orangerie in Paris.

Im angebotenen Werk lenkt der Maler den Blick des Betrachters von der Anhöhe Buttes-Chaumont im Nordwesten von Paris Richtung Sacré-Coeur, deren Silhouette vage über der Stadt zu erkennen ist. Das eigentliche Panorama der französischen Metropole geht in einem Schleier aus kühlen Blau-, Grau- und Rosétönen auf. Die feinfühlige, neutrale Farbenwahl steht ganz im Zeichen von Kees van Dongens Frühwerk, wozu auch das vorliegende Gemälde gehört.

 

 

Provenance: Galerie Moos, Geneva, 1916; Collection Dr. Ulysse Vauthier, Geneva; Koller Auctions, Zurich, June 24, 2010, lot-no. 3256; Private collection, Western Switzerland.

Exhibitions: Van Dongen, Musée Rath, Geneva, October 30 - November 29, 1959, no. 55 (titled "Paris, Buttes-Chaumont" and dated around 1915); Van Dongen, Musée National d'Art Moderne, Paris, October 13 - November 26, 1967/Museum Boymans van Beuningen, Rotterdam, December 8, 1967 - January 28. January 1968, no. 9 (verso label; in exhibition catalog dated around 1903); Hommage à Van Dongen, Musée Cantini, Marseille, June 27 - September 15, 1969, no. 9 (verso label; in exhibition catalog titled "Paris vu du Sacre-Coeur de Montmartre" and dated around 1903).

In the painting on offer, the artist directs the viewer's gaze from the Buttes-Chaumont hill in the northwest of Paris towards the Sacré-Coeur. The silhouette can be vaguely discerned above the city. The panorama of the French metropolis merges into a veil of cool blue, gray and rose tones. The subtle, neutral choice of colors is typical of Kees van Dongen's early work, to which the present painting belongs.

Estimation CHF 28'000
EUR 26'168
USD 29'166
Zuschlag CHF 36'000
Zuschlag vorläufig,
Angaben ohne Gewähr

Ausrufzeit: 07. Mai 2021, circa 15.15 Uhr (+/- 45 Min.)
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.
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