A139 ne A124
Ohne Titel.
Pastell auf Papier,
sig. u. dat. (19)74 u.l.,
105x78 cm (BG)
Provenienz: Vom Künstler an Privatsammlung; J&P Fine Art, Zürich; Privatbesitz, Schweiz.
Der Maler, Bildhauer und Gestalter öffentlicher Räume Heinz Mack absolvierte 1950-1953 ein Studium der Kunst- und Werkerziehung an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, gefolgt 1953-1956 von einem Philosophiestudium an der Universität Köln. War der gebürtige Hesse anfänglich von der informellen Malerei geprägt, so fand er schnell zu seinen charakteristischen dynamischen Strukturen und Lichtreliefs. Gemeinsam mit Otto Piene gründete er 1957 in Düsseldorf die Gruppe ZERO, die sich mit puristischen, lichtkinetischen Objekten für einen künstlerischen Neuanfang der "Stunde Null" im Nachkriegsdeutschland einsetzte. Mack präsentierte seine Arbeiten 1959 auf der Documenta II, 1966 auf der Documenta III und 1970 auf der 25. Biennale von Venedig und war ausserdem 1970-1992 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Sein Lebenswerk wurde 2011 mit dem Grossen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Die Metallreliefs, kinetischen Werke im öffentlichen Raum und die konzeptionellen Gesamtkunstwerke sakraler Räume nehmen eine Sonderstellung in Macks Oeuvre ein. Als herausragende Beispiele sind in diesem Zusammenhang die Glas-Prismen in Vaduz (2002), die Stein-Wasser-Skulptur in Mönchengladbach (2007) und die Ausgestaltung des Kapelleninnenraumes im Erzbischöflichen Collegium Marianum in Neuss (1984-1989) zu nennen.
Dieses Lot wurde auf der Auktion A124 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 12.05.2017 versteigert.
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, E-Mail (info@dobiaschofsky.com), Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.