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47

BURI, MAX ALFRED

Burgdorf 1868 - 1915 Interlaken

"Zwei Zigeunermädchen mit Tambourin, an Hausecke stehend".

Öl auf Leinwand,
sig. u.l.,
91x62,5 cm

Ausstellung: Gedächtnisausstellung Max Buri, Kunstsammlung der Stadt Thun, Thunerhof, Thun, 12. Juni - 15. August 1965, Nr. 6 (dort betitelt "Zwei Italiener Mädchen" u. dat. um 1894).

Das angebotene Gemälde ist beim Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft als eigenhändiges Werk von Max Buri registriert (Archiv-Nr. 180611 0001). Ein Archivauszug wird beigegeben.

Schon während seiner Gymnasialzeit erhielt Max Buri bei Paul Volmar in Bern privaten Zeichenunterricht. Als die Familie 1885 nach Basel umsiedelte, setzte er seine Ausbildung bei Fritz Schider fort. 1886 trat er in die Münchner Kunstakademie ein, wechselte aber bereits im Folgejahr in die Privatschule des ungarischen Malers Simon Hollósy. Auf der III. Internationalen Kunstausstellung 1888 im Münchner Glaspalast lernte er die moderne französische Freiluftmalerei kennen. Ein Jahr später reiste er selbst nach Paris, besuchte die Weltausstellung und trat als Schüler von Jules Lefebvre und Adolphe Bouguereau in die Académie Julian ein. Nach seiner Rückkehr in die bayrische Metropole im Jahr 1893 arbeitete er während zweier Jahre als Schüler des Malerfürsten Albert von Keller. 1899 liess er sich vorübergehend in Luzern nieder, doch erst mit dem Umzug nach Brienz 1903 stabilisierten sich seine äusseren Verhältnisse und festigte sich sein künstlerischer Stil. Zwischen 1900 und 1915 entstanden Max Buris Hauptwerke, was ihm die Bezeichnung "Maler von Brienz" einbrachte. Anlässlich der "XI. Nationalen Kunstausstellung" 1912 in Neuchâtel richtete man ihm einen eigenen Saal ein, und seine Werke wurden fortan auch über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt. War Buri in erster Linie Figuren- und Bildnismaler, der sich meisterhaft auf die Charakterisierung der Porträtierten und ihrer gegenseitigen Beziehungen verstand, so schuf er daneben auch eine Reihe prachtvoller Landschaften.

Das vorliegende, der Forschung bislang unbekannte Gemälde stammt aus der Zeit zwischen 1885 und 1898, einer Schaffensphase, aus der bis heute lediglich rund 30 Werke bekannt sind. Die geringe Zahl hängt vor allem damit zusammen, dass Max Buri viele seiner Werke unmittelbar nach ihrer Entstehung vernichtet hat. Es war gleichzeitig eine Zeit, in der der Künstler zahlreiche Reisen in Europa und Nordafrika unternahm und seine Werke stilistisch von flexibler Ausdrucksweise zeugen.

 


Schätzung CHF 16'000
EUR 17'582
USD 20'000
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Dieses Lot wurde auf der Auktion A127 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 09.11.2018 versteigert.


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