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214

BÄNNINGER, OTTO CHARLES

1897 Zürich 1973

Sitzender weiblicher Akt.

Bronze, braun patiniert,
verso mgr. "OB",
H: 40 cm (mit Sockel)

Auf Steinsockel.

Die Plastik entstand um 1947.

Otto Charles Bänninger wurde von seinem Vater, einem in der Freizeit künstlerisch tätigen Lehrer, in die Bildhauerei eingeführt. 1910-1913 absolvierte er eine Lehre bei Franz Wanger in Zürich. 1920/21 besuchte er die Académie de la Grande Chaumière in Paris und studierte bei Émile-Antoine Bourdelle, dem Meisterschüler Auguste Rodins. Anlässlich einer Italienreise 1928 setzte er sich mit der Antike und Renaissance auseinander. 1929-1951 war er mit Germaine Richier verheiratet, die ebenfalls aus Bourdelles Atelier hervorgegangen war. 1932-1939 pendelte er zwischen Paris und Zürich, gefolgt von seiner endgültigen Niederlassung in der Limmatstadt. Im Unterschied zu seiner Frau, die zeitweilig fast abstrakt arbeitete, war Otto Charles Bänninger auf klassische, figürliche Themen konzentriert. Anfangs zeigten seine Werke unter dem Eindruck Rodins und Bourdelles eine bewegt modellierte Oberfläche, die sich im Verlauf der 1930er Jahre zu Gunsten eines neuen Realismus straffte. Wie Karl Geiser, Hermann Hubacher und Hermann Haller strebte er nach einer Erneuerung des klassischen Menschenbildes und gilt als einer der wichtigsten Schweizer Bildhauer der Zwischen- und Nachkriegszeit. Zu den Werkdominanten seines Oeuvres zählen Bildnisse und Denkmäler.

 


Schätzung CHF 9'000
EUR 9'890
USD 11'250
Zuschlag CHF 9'500
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Dieses Lot wurde auf der Auktion A127 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 09.11.2018 versteigert.


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