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453

SABBAGH, GEORGES-HANNA

Alexandria 1877 - 1951 Paris

Nu de dos.

Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. 1927 u.l.,
130x80,5 cm

Der ägyptisch-französische Maler Georges Hanna Sabbagh entstammte einer katholischen Familie. Nach dem Besuch des Collège des Pères Jésuites in Kairo schickte ihn sein Vater 1906 für ein Jurastudium nach Paris. Wenig Begeisterung für die Rechtswissenschaften zeigend, entschied sich Sabbagh für eine künstlerische Laufbahn und belegte ab 1910 Malkurse an der Académie Ranson, die unter anderem von Paul Sérusier, Felix Vallotton und Maurice Denis geleitet wurden. Nach vorübergehendem Dienst auf Seiten der Alliierten im Ersten Weltkrieg kehrte Sabbagh 1916 nach Frankreich zurück und heiratete die Kunsthistorikerin und Aktivistin Agnès Humbert. Im Anschluss an einen mehrmonatigen Aufenthalt im Süden der Bretagne, der Wiege der Künstlergruppe Nabis, stellte Sabbagh 1917 erstmals in der Galerie Chéron sowie 1920/21 im Salon d'Automne und im Salon d'Indépendants in Paris aus. Seine Werkpräsentationen zogen die Aufmerksamkeit der Pariser Öffentlichkeit auf sich, was dem Maler zu zahlreichen Künstlerkontakten und zum nationalen Durchbruch verhalf. Seine frühesten Arbeiten orientieren sich stilistisch noch weitgehend an den Nabis und an der École de Pont-Aven. Trotz Ausbildung und Laufbahn in Frankreich machen sich die ägyptischen Wurzeln in Sabbaghs Oeuvre bemerkbar. Denn sowohl die Rückkehr des Künstlers ins Heimatland 1920 als auch sein dortiger Aufenthalt zwischen 1936 und 1945 beeinflussten die Entwicklung seiner Malerei, insbesondere was die Ästhetik, die kompositorische Anlage und die Farbgebung betrifft. Die ab den frühen 1920er Jahren entstandenen Werke sind von einer enormen Lichtintensität, einer kräftigen Farbpalette sowie von entschiedener Dreidimensionalität und motivischer Monumentalität geprägt, was sich von Sabbaghs längerem Verbleib in der bretonischen und ägyptischen Landschaft herleiten lässt. Als Sujets bevorzugte der Künstler Landschaften, Porträts, Akte und Stillleben in Impastotechnik.

Der vorliegende Rückenakt, ausgeführt in Impastotechnik und entstanden zwischen den beiden Aufenthalten von Sabbagh im heimatlichen Ägypten, besticht durch seine künstlerische Qualität mit eindrücklicher Licht- und Schattenführung.

 


Schätzung CHF 12'000
EUR 13'186
USD 15'000
Zuschlag CHF 8'000
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Dieses Lot wurde auf der Auktion A127 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 09.11.2018 versteigert.


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