"Médiéval - chevalier à la tour".
Filzstift und Farbkreide,
sig. u. dat. 1959 u.r.,
63x48 cm (LM)
Echtheitsbestätigung: Annie Guédras, Périgueux, 26. Januar 2012, Nr. 5373 C.
Der Universalkünstler Jean Cocteau hinterliess ein vielfältiges Oeuvre, in welchem sich sein literarisches Talent mit der Leidenschaft für Film und Theater vereint. Cocteau war als Schriftsteller, Dramaturg, Zeichner, Maler, Grafiker und Bildhauer erfolgreich und zeigte grosse Affinität zur Musik, zum Schauspiel und insbesondere zum russischen Ballett. 1916/17 fand eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Jean Cocteau und Pablo Picasso statt, die in der Ballettaufführung "Parade" ihren Niederschlag fand. Der Franzose versuchte sich anschliessend in sämtlichen Stilarten der Kunst der vergangenen Jahrzehnte und fand seine Inspiration letztlich im Werk von Picasso. In den 1950er Jahren war er mit der Ausstattung der Wände in der Villa Santo Sospir auf Saint-Cap-Ferrat beschäftigt. Daneben stattete Cocteau den Hochzeitssaal im Rathaus von Menton aus, schuf Fresken für die Kirche Notre Dame de France in London, schuf Mosaike und beschäftigte sich mit Schmuckkreationen. Mit der Aufnahme in die Académie Française 1955 erlangte Cocteau in ganz Frankreich Anerkennung. Der Künstler pflegte Liebesbeziehungen mit Frauen und Männern, so etwa mit der Romanow-Prinzessin Natalia Pawlowona Paley und mit dem französischen Schauspieler und Bildhauer Jean Marais.
