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236

LEUPPI, LEO

1893 Zürich 1972

"Ballett lunaire".

Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. (19)59 u.r., verso gewidmet sowie a. Keilrahmen
betitelt, 100x150 cm

Aus bäuerlichen Verhältnissen stammend, besuchte Leo Leuppi 1910-1914 die Fachklasse für Grafik an der Zürcher Gewerbeschule. Anschliessend bildete er sich in europäischen Museen auf autodidaktischem Weg weiter und kam mit der Dada-Bewegung in Berührung. Einen bleibenden Eindruck hinterliess die Begegnung mit Hans Arp. In der Folge profilierte sich Leuppi als kunstpolitisch aktiver Gründungspräsident verschiedener Künstlervereinigungen, allen voran der 1936 ins Leben gerufenen "Allianz", zu der auch Max Bill und Le Corbusier gehörten. Als engagierter Verfechter der damaligen schweizerischen Avantgarde adaptierte er die Impulse seiner Künstlerfreunde für einen geometrisch-abstrakten Stil, den er um ein lyrisches Moment erweiterte. Zunächst prägte der synthetische Kubismus von Picasso und Braque, später der Konstruktivismus sein Werk. Ab 1948 weckten die von seinem Freund Hans Arp entwickelten Papiers déchirés et collés sein Interesse. Zu Leuppis bekanntesten Werken zählen Wandbilder im öffentlichen Raum von Zürich und eine für die Migrosgenossenschaft in Thun geschaffene Eisenplastik.

Im vorliegenden Werk verbindet Leo Leuppi Flächenkompositionen mit linearen Strukturen, die wie auf eine Ebene projizierte Drahtplastiken wirken. Die energiegeladene Arbeit mit ihrem ausgeprägten Sinn für Balance wird durch Leuppis typische geometrische Sonnen- und Mondformen ergänzt.

 


Schätzung CHF 10'000
EUR 10'989
USD 12'500
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Dieses Lot wurde auf der Auktion A128 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 10.05.2019 versteigert.


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