Maison au jardin.
Öl auf Malkarton, auf Holz,
sig. u.l.,
72,5x90 cm
Schon in jungen Jahren zeigte Victor Charreton, Sohn einer wohlhabenden Familie, eine starke Neigung zur Malerei und Poesie. Anstelle eines Kunststudiums schlug er jedoch zunächst mit einem Jurastudium eine Laufbahn als Rechtanwalt ein. 1902 verkaufte er seine Kanzlei in Lyon und widmete sich fortan vollends der Malerei. Sein Stil und namentlich der Umgang mit Licht und Farbe ist geprägt vom französischen Impressionismus und Postimpressionismus. Charreton malte mit Vorliebe Landschaften der Auvergne, der Bretagne und der Provence im Wechsel der Jahreszeiten. Zur Auvergne pflegte er eine besondere Beziehung, indem er ein Haus in jener Region erwarb und lange Zeit dort lebte. Neben seiner Malertätigkeit wirkte er auch als Verfasser von kunsttheoretischen Schriften.
Aus kurzen Pinselstrichen setzt Charreton in pointillistisch anmutender Manier das Motiv des prächtigen Hauses im vorliegenden Werk zusammen, wobei die Leinwand als Strukturen spendendes Element in die Darstellung miteinbezogen wird.
