Femme habillée en transparence.
Bleistift,
34,4x24,5 cm
Wasserzeichen des handgeschöpften Maillol-Kessler-Büttens.
Expertise: Olivier Lorquin, Paris, 18. Oktober 2014, Nr. 3028.
Provenienz: Succession de Madame W., Fonds d'Atelier du peintre sculpteur Maillol; Privatbesitz, Schweiz.
Bereits in jungen Jahren beschloss Aristide Maillol, Künstler zu werden. In den 1880er Jahren zog er nach Paris, um an der École des Beaux-Arts unter Jean-Léon Gérôme und Alexandre Cabanel zu studieren. Heute vor allem als Bildhauer bekannt, befasste sich Maillol zu Beginn seiner Karriere stärker mit Malerei und dekorativer Kunst. Seine frühen Gemälde waren von Zeitgenossen wie Pierre Puvis de Chavannes und Paul Gauguin inspiriert. Gemeinsam mit Pierre Bonnard, Édouard Vuillard und Maurice Denis gehörte er der Künstlergruppe der Nabis an, bevor er sich um die Jahrhundertwende der Bildhauerei zuwandte. Den Schwerpunkt seines bildhauerischen Schaffens legte er auf die Darstellung des weiblichen Akts und dessen sanfte Linien und Formen. Die Suche nach der Vereinfachung der Volumen stand dabei im Zentrum seines künstlerischen Interesses. Mit seinen skulpturalen Arbeiten bereitete er den Weg zur Abstraktion vor und wurde mit Paul Cézanne zu einem der zentralen Wegbereiter und Inspirationsquellen für die folgende Künstlergeneration.
Die vorliegende Arbeit gehört zu den typischen Zeichnungen Maillols, die gleichzeitig die Sinnlichkeit wie die skulpturalen Qualitäten des weiblichen Körpers erforschen.
