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511

MIRÓ, JOAN

Montroig 1893 - 1983 Palma de Mallorca

Komposition.

Schwarze Tusche und schwarze Fettkreide auf Transparentfolie, Pentimenti in Deckweiss, handschriftlich bez. "120 Bund sp 121" u.M.,
27x56 cm (LM)

(Please scroll down for the English version.)

Blatt mit unregelmässigen Rändern, wenige Klebestreifen und Passmarken des Druckers.

Provenienz: Privatsammlung, Schweiz (vom Künstler als Geschenk erhalten); Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer.

Literatur: Galerie Maeght, Paris (Hrsg.), miró & artigas. céramiques, Bern 1974, S. 120/121 (mit doppelseitiger Abbildung).

Joan Miró verband eine lebenslange Freundschaft mit dem aus Barcelona stammenden Keramiker Josep Llorens Artigas (1892-1980). Ihre enge künstlerische Zusammenarbeit setzte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ein und erreichte in den Jahren 1953 bis 1957 ihren kreativen Höhepunkt. 1953 begann Miró in Artiga's kleinem, etwa 20 Kilometer ausserhalb von Barcelona gelegenem Studio im Bergdorf Gallifa Keramikobjekte zu entwerfen und zu gestalten. Die freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Künstler und dem Keramiker manifestierte sich darin, dass die so entstandenen Werke von beiden als gleichwertige Urheber signiert wurden. 1957 wurde diese Werkgruppe der Keramiken in der Pierre Matisse Gallery in New York in einer gross angelegten Ausstellung unter dem Titel "Terres de grand feu" präsentiert. Im selben Jahr erhielten Artigas und Miró den ersten Auftrag für ein Wandbild aus Keramik, das für das UNESCO Hauptgebäude in Paris bestimmt war. Zahlreiche weitere Grossaufträge folgten, so für das Kunsthaus Zürich. Die Zusammenarbeit der beiden setzte sich bis in die 1970er Jahre fort. 1974 gab die Galerie Maeght, Paris, die Monografie "miro & artigas, céramiques" heraus, die als Werkkatalog alle gemeinsam geschaffenen Keramiken enthielt. Die Monografie wurde im Benteli Verlag in Bern gedruckt. Miró schuf dafür zwei eingebundene Farblithografien sowie als Illustrationen zum Text eine Reihe von elf ein- bzw. zweiseitigen Zeichnungen. Als typische Spätwerke Mirós vereinen sie lustvoll-verspielte chiffrehafte Motive des Surrealismus mit abstrakter Kalligrafie. Die elf Originalentwürfe - Pinselzeichnungen in schwarzer Tusche und schwarze Fettkreide auf Transparentpapier - gingen nach Abschluss der Druckarbeiten als Geschenk des Künstlers in den Besitz des verantwortlichen Grafikers im Benteli Verlag über.

 

 

Sheet with irregular margins, a few adhesive strips and register marks of the printer.

Provenance: Private collection, Switzerland (received as a gift from the artist); Passed to its present owner by inheritance.

Literature: Gallery Maeght, Paris (ed.), miró & artigas. céramiques, Bern 1974, p. 120/121 (illustrated on double page).

Joan Miró had a lifelong friendship with the ceramist Josep Llorens Artigas (1892-1980) from Barcelona. Their close artistic collaboration began by the end of the Second World War and reached its creative climax between 1953 and 1957. In 1953, Miró began to create ceramic objects at Artiga's small studio in the mountain village of Gallifa, located about 20 kilometers outside Barcelona. The friendly collaboration between the artist and the ceramist is underlined by the fact that both signed the resulting works as equal authors. In 1957, this group of ceramic works was presented in a major exhibition entitled "Terres de grand feu" at the Pierre Matisse Gallery in New York. In the same year, Artigas and Miró were commissioned to create a ceramic mural for the UNESCO headquarters in Paris. Numerous other important engagements followed, for example for the Kunsthaus Zürich. The collaboration between the two continued until the 1970s. In 1974, the Galerie Maeght, in Paris, published the monograph "miro & artigas, céramiques", a catalogue of all ceramics they had created together. The monograph was printed at the Benteli publishing house in Bern. Miró created two integrated color lithographs and, as an illustration to the text, a series of eleven one-page and two-page drawings. They are typical late works by Miró and unite playfully cipher-like motifs of Surrealism with abstract calligraphy. The eleven original drafts - brush drawings in black ink and black grease crayon on transparent paper - were given as a gift from the artist to the responsible graphic designer at Benteli Publishing House.

 


Schätzung CHF 8'000
EUR 8'791
USD 10'000
Zuschlag CHF 4'000
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Dieses Lot wurde auf der Auktion A128 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 10.05.2019 versteigert.


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