"Éléphant Spatial".
Bronze, grünschwarz patiniert und teilpoliert, Messing, Plexiglas, a. Sattel sig. "Dalø" u. num. 275/350, Giesser-Stpl. "PERSEO SA.", umseitig runder Editions-Stpl. "CAMBLEST" u. dat. 1981,
H: 90 cm, B: 27,5 cm, T: 14 cm (ohne Sockel)
Auf Marmorsockel.
Salvador Dalø, Sohn eines Notars, besuchte ab 1921 die Madrider Schulakademie, wo er Bekanntschaft mit Federico Garcøa Lorca und Pedro Garfias machte. Widmete sich Dalø zunächst der Lehre der "Metaphysischen Schule", so studierte er später die Schriften Sigmund Freuds und reiste nach Paris, um Pablo Picasso einen Besuch abzustatten. Anlässlich seines zweiten Aufenthaltes in der französischen Metropole schloss sich Dalø 1929 den Surrealisten an. Zwischen 1927 und 1979 schuf Dalø ein ausserordentlich fruchtbares und vielgestaltiges Werk, das ihn zum führenden und bekanntesten Vertreter des Surrealismus machte. So beteiligte sich der Künstler an verschiedenen Illustrationsprojekten, schrieb Bücher und drehte Filme. In seinen Werken arrangierte er Elemente aus Träumen, Rauschzuständen und religiösen Motiven zu einer oft gezielt provozierenden surrealistischen Gesamtkomposition.
Der "Elephant Spatial" wurde ursprünglich als Motiv für Daløs Gemälde "Die Versuchung des Heiligen Antonius" von 1946 entwickelt. Den Elefanten mit seinen langen Spindelbeinen, in der Folge vom Künstler wiederholt aufgegriffen, wurde zu einem wichtigen künstlerischen Element, indem es als mystisches Wesen eine symbolische Stellung zwischen Himmel und Erde einnimmt. Auf dem Rücken trägt das Tier meist einen pyramidalen Obelisken als Symbol für Fortschritt und Technologie.
