Sans titre (empreintes).
Acryl auf Stoff, auf Holz aufgezogen,
132x146 cm
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Provenienz: Galerie Fournier, Paris; Privatbesitz, Schweiz.
Claude Viallat absolvierte seine künstlerische Ausbildung an der École des Beaux-Arts in Montpellier und an der École des Beaux-Arts in Paris. In der Seine-Metropole kam er in Kontakt mit Sam Francis und Mark Rothko, deren Action Paintings ihn faszinierten. Ab 1964 entwickelte er seinen eigenen künstlerischen Ansatz, der die Grundsätze der konventionellen Malerei auf Leinwand radikal in Frage stellte. Er fand zu einer neutralen Form, die weder organisch noch geometrisch sein sollte und wiederholte diese als bewusst reduzierte malerische Geste fortlaufend. Dieses All-over der immer gleichen Form wurde zu seinem Markenzeichen. Dabei verzichtete er vollständig auf die Verwendung einer konventionellen Leinwand über Keilrahmen, sondern wählte Textilgewebe jeder Art, wie Zeltplanen, Markisen oder Vorhänge, als ungewöhnlichen Bildträger. In den 1970er Jahren war er Mitbegründer der französischen Avantgarde-Bewegung Supports-Surfaces, die zur Erneuerung der Kunst durch den Verzicht auf traditionelle Materialen aufrief. Viallat unterrichtete an diversen Kunstschulen, darunter in Nizza, Marseille, Nimes und Paris, und vertrat Frankreich zweimal an der Biennale in Venedig.
Im vorliegenden Werk verwendete Viallat einen alten gelben Sonnenschirm mit Zierfransen als Bildträger, in dem er ihn an einer Seite auftrennte, wodurch eine Fächerform entstand. Die Oberseite des Schirmes bemalte er zunächst in gelben Flächen, bevor er seine typischen abstrakten Formen mit Konturlinien in Rot, Orange und Blau einfasste. Malgrund und farblich nur leicht nuancierte Malerei fügen sich damit zu einer gleichwertigen und dennoch spannungsreichen Komposition zusammen.

Provenance: Galerie Fournier, Paris; Private property, Switzerland.
In the work on offer, Viallat used an old yellow parasol with decorative fringes as a canvas and cut it open on one side, so that a fan shape was created. He first painted the upper side of the parasol in yellow before framing his typical abstract forms with contour lines in red, orange and blue. The background and the slightly nuanced color of the painting thereby merge to form a composition of equal value yet rich in tension.
