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2291

SEKRETÄR "À ABATTANT"


Bern, um 1810 (Werkstatt Christoph Hopfengärtner).

Nussbaum, Kirsche und Zwetschge, furniert auf Tanne. Hochrechteckiger Korpus auf Pyramidenfüssen. Frontseitig abgeschrägte Eckstollen mit feinen Schnitzereien und eingelegten Flöten. Zwei Schubladen "sans traverse", darüberliegend abklappbare Schreibplatte, je kreuzgefugt mit gefriesten Ovalmedaillons und gravierten Ahornfilets. Abschliessender Schubladenaufsatz mit Triglyphenmotiven und leicht vorkragendem Blatt. Das Schreibfach mit symmetrischem Aufbau aus neun Schubladen und vier offenen Fächern, dahinter Geheimfach. Schubladen mit dunkelblauem Kleisterpapier ausgeschlagen. Originale Schlösser und aufwendige Email-Beschläge.
H: 150 cm, B: 120 cm, T: 59 cm

Christoph Hopfengärtner (1758-1843), Sohn eines Hofschreiners an der Stuttgarter Residenz, kam um 1788 nach Bern und war Meistergeselle von Franz Abraham Isenschmid. Hier erlangte er 1792 die Meisterwürde und betrieb anschliessend eine bedeutende und qualitativ hochwertige Möbelwerkstatt. Zusammen mit Mathäus Funk und Johannes Äbersold zählt Christoph Hopfengärtner zu den letzten grossen Ebenisten des Ancien Régime in Bern.

Die überaus gewissenhafte und spezielle Bearbeitung der Eckstollen unseres Möbelstückes lässt auf eine Herkunft aus der berühmten Berner Werkstatt von Christoph Hopfengärtner schliessen. Die fein ausgeführten Schnitzereien, Filets und Gravuren sowie die besonderen, emaillierten Louis XVI-Beschläge belegen auf exemplarische Weise, dass die Schöpfungen des Berners zu den schönsten der Möbelkunst im deutschen Sprachraum zählen.

 


Schätzung CHF 9'000
EUR 9'890
USD 11'250
Zuschlag CHF 5'000
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Dieses Lot wurde auf der Auktion A128 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 08.05.2019 versteigert.


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