Malachit, Bronze, Reste einer Feuervergoldung,
je H: 40 cm
Malachit wird hauptsächlich als Schmuckstein im Kunstgewerbe verwendet. Charakteristisch sind seine unterschiedlichen Grüntöne, die in gebänderten Lagen zwischen Gelb- und Tiefgrün variieren. Die weltweit grössten Vorkommen des Minerals liegen im Uralgebirge Russlands nahe Katharinenburg. Im 18. Jahrhundert entdeckt, kam es im 19. Jahrhundert zu einem regelrechten Boom an kunstgewerblichen Malachitarbeiten in russischen Steinschneidereien, und es etablierte sich ein grosser Markt für Kunstgegenstände wie Tischplatten, Schatullen und Vasen bis hin zu ganzen Raumausstattungen. Allseits beliebt waren die diplomatischen Malachitpräsente der Zarenfamilie, die an Fürsten- und Königshäuser in ganz Europa verschenkt wurden. Die "Malachit-Mode" griff bald auch auf Paris, Wien und Berlin über. Heute sind die russischen Vorkommen jedoch weitgehend erschöpft.
