Lancier polonais de la Garde impériale.
Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. 1913 u.r.,
92,5x73,5 cm
Geboren als Sohn eines französischen Malers und Illustrators in Paris, entschied sich Georges Bertin Scott, beruflich in die Fussstapfen des Vaters zu treten. In der Folge studierte er an der École des Beaux-Arts und wurde Schüler des Militärmalers Édouard Detaille. Ab 1892 arbeitete er als Korrespondent und Illustrator für das französische Magazin "L'Illustration". Einsatz fand er vor allem als Kriegskorrespondent in den Balkankriegen Anfang der 1910er Jahre und in den beiden Weltkriegen. In seinen Skizzen und Gemälden vermittelte Scott einerseits die gnadenlose Härte auf den Schlachtfeldern, anderseits eine patriotische Verklärung des Kriegswesens zu Gunsten des französischen Soldaten. Neben der Kriegsillustration fertigte er auch historische Kriegsgenreszenen und Reiterporträts bedeutender Persönlichkeiten an, darunter Konstantin I. von Griechenland, König Georg V. von England und Benito Mussolini.
Beim dargestellten Soldaten handelt es sich um einen Angehörigen der "Lanciers polonais", einer Kavallerieeinheit der kaiserlich-französischen Armee unter Napoleon I. Die Garde aus polnischen Adeligen war von 1807 bis Ende des Kaiserreiches 1815 dem französischen Regiment angegliedert und bestrebt, das von fremden Mächten besetzte Polen zu befreien.
