Jezdziec (Reiter).
Öl auf Leinwand,
sig. u.l.,
59,5x50 cm
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Provenienz: Seit späten 1930er Jahren im polnischen Privatbesitz (1940er Jahre Umzug in die Schweiz).
Tytus Czyzewski, Sohn eines polnischen Landadeligen, studierte 1902-1907 unter Józef Mehoffer und Stanislaw Wyspianski an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Anschliessend lebte er mehrere Jahre in Paris, wo er unter anderem mit den Werken von Paul Cézanne und dem Kubismus in Berührung kam. Nach seiner Rückkher nach Krakau 1917 organisierte Czyzewski eine Ausstellung zum polnischen Expressionismus, gefolgt von der Gründung einer expressionistischen Künstlerbewegung, aus der 1919 die Formisten-Gruppe "Formisci" hervorging. Zudem wirkte er als Mitbegründer der futuristischen Clubs "Katarynka" und "Galka Muszkatolowa". Nach Auflösung der Formisten-Bewegung 1922 reiste der Künstler nach Paris und Spanien, wo er unter anderem mit surrealistischen Strömungen experimentierte, sich anschliessend dem Kolorismus verschrieb und 1930 in sein Heimatland zurückkehrte. Czyzewskys Oeuvre umfasst hauptsächlich Landschaften, Porträts und religiöse Szenen, kombiniert mit musikalischen Themen. Seine dynamischen Kompositionen sind geprägt von geometrisierend vereinfachten Formen, kräftigen Konturen und lebhaftem Farbenspiel. Neben der Malerei beschäftigte sich der Pole auch mit Lyrik, Dramatik und Kunstkritik. Er veröffentlichte mehrere Gedichte und war Mitherausgeber einiger polnischer Kunstmagazine, darunter "Glos Plastyków" (Stimme der bildenden Künstler).
Das angebotene Gemälde dürfte in Spanien entstanden sein, wo sich Tytus Czyzewsky um 1926 aufhielt. Unverkennbar spiegelt sich darin der Einfluss der Pariser Avantgarde und namentlich das Formenvokabular von Fernand Léger.

Provenance: Since the late 1930s in private property, Poland (moved to Switzerland in the 1940s).
The painting on offer was most likely created in Spain, where Tytus Czyzewsky stayed around 1926. It clearly reflects the influence of the Parisian Avant-Garde and especially the formal vocabulary of Fernand Léger.
