Rosenholz, Amaranth und Buchsbaumfilet, furniert auf Eiche und Fichte. Rechteckiger Korpus auf ausgeschnittener Zarge, flankiert von schräggestellten Ecklisenen auf geschweiften Beinen. Gegliederte Front mit hervorspringendem Mittelrisalit und zwei Schubladen. Dreiseitig gerahmte, gespiegelt angeordnete Furnierfelder, von geometrischen Band- und Fadeneinlagen begrenzt. Vergoldete Bronzebeschläge und Sabots. Leicht überkragende, weiss geäderte Marmorplatte in Grau-Rosa. Unter Marmorblatt Schlagsig. "IB HEDOUIN" sowie Prüfzeichen der Pariser Möbelschreiner und Ebenisten "JME".
H: 82 cm, B: 96 cm, T: 55 cm
Ansehnliches Bijoux in tadellos restauriertem Zustand.
Vgl. Pierre Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 2002, S. 436f.
Jean-Baptiste Hédouin (1738-1783, maître 1738) führte sein Pariser Atelier in der Rue Traversière Saint-Antoine und fertigte bis in das späte 18. Jh. hauptsächlich Möbel in der Formensprache des Louis XV. Mit seinen hochqualitativen Möbelstücken belieferte er den Pariser Hochadel, dabei machten Kommoden einen Grossteil seiner Produktion aus. Seine erfolgreiche Arbeit als bedeutender Ebenist des 18. Jahrhunderts ist durch Aufträge für den berühmten "marchand-mercier" P. Migeon dokumentiert.
