"Schweizer Landschaft".
Öl auf Leinwand, auf Holz,
verso bez. "Aus der Schweiz von Otto Frölicher",
27,5x45,5 cm
Provenienz: (Galerie Heinemann, München &) Galerie Hansen, Luzern (1927); Privatbesitz, Schweiz.
Schon als Schüler offenbarte Otto Frölicher grosses zeichnerisches Talent. 1859 ging er nach München, um sich bei Johann Gottfried Steffan, dem "deutschen Calame", zum Maler ausbilden zu lassen. Ab 1861 beschickte er jährlich die Turnusausstellungen des Schweizerischen Kunstvereins und nahm regelmässig an den Münchner Kunstvereinsausstellungen teil. 1865 kehrte er ins heimatliche Solothurn zurück, doch zog es ihn bereits drei Jahre später wieder nach München, eine der damaligen Hochburgen deutscher Landschaftsmalerei. Neben den holländischen Meistern des 17. Jahrhunderts, namentlich Jacob van Ruisdael und Meindert Hobbema, beeinflussten ihn die Stimmungsmalerei Adolf Heinrich Liers und die Landschaftsauffassung der modernen französischen Schule, die er im Sommer 1877 bei einem Aufenthalt in Barbizon kennengelernt hatte.
Im angebotenen Werk widmete sich Otto Frölicher einer Ansicht oberhalb von Sitten zwischen Valère und Tourbillon mit Blick auf die Cathédrale Notre-Dame du Glarier, den markanten Mont d'Orge sowie - am Horizont - den Grand Chavalard und Haut de Cry.
Wir danken Daniel Anker, Bern, für seine geografischen Erläuterungen.
