"Jura".
Öl auf Leinwand,
sig. u.l., verso dat. (19)27 u. betitelt sowie
Atelier-Stpl., 50x61 cm
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Verso handschriftliche Echtheitsbestätigung: Jacqueline Brottet-Friesz (Tochter des Künstlers).
Provenienz: Grisebach, Berlin, 31. Mai 1997, Lot-Nr. 140; Privatbesitz, Schweiz.
Von seinen Eltern ermutigt, begann Othon Friesz als 13-Jähriger in seiner Heimatstadt eine Ausbildung zum Maler. Dort lernte er Raoul Dufy und Georges Braque kennen, denen er lebenslang verbunden blieb. In Paris studierte er bei Léon Bonnat und liess sich anfänglich von Camille Pissarros Oeuvre beeinflussen. Nachdem Friesz die Bekanntschaft mit Henri Manguin und Albert Marquet gemacht hatte, löste er sich von seiner bislang naturalistischen Auffassung zu Gunsten eines fauvistisch geprägten Stils. Er unternahm zahlreiche Reisen und wurde aufgrund von Ausstellungen in Düsseldorf und Berlin zunächst in Deutschland, schliesslich auch in den Vereinigten Staaten bekannt. Neben seiner Tätigkeit als Dozent an der Académie de la Grande Chaumière schuf er zusammen mit Raoul Dufy die Dekorationen für den Palais Chaillot anlässlich der Pariser Weltausstellung 1937.
Émile Othon Friesz' stimmungsvolle Komposition eröffnet den Blick über die weiten Hügelketten des Juras mittels breiten Pinselbahnen sowie lockeren grauen, grünen und ockerfarbenen Feldern. 1919 besuchte der Künstler erstmals die Juraregion, gefolgt von mehreren kürzeren Aufenthalten anlässlich seiner Reisen zwischen Toulon und Paris.

Verso handwritten confirmation of authenticity: Jacqueline Brottet-Friesz (The artist’s daughter).
Provenance: Grisebach, Berlin, May 31, 1997, lot no. 140; Private property, Switzerland.
Émile Othon Friesz's atmospheric composition opens the view over the wide ranges of hills of the Jura with gray, green and ocher fields using loosely applied, broad brushstrokes. It was in 1919 that the artist first visited the Jura region, followed by several shorter stays while traveling between Toulon and Paris.
