Tafelaufsatz, London, 1856.
Bronze, braun patiniert, und 925er Silber, schreitender Löwe, Leopardenkopf für London, Jahresbuchstabe "a", Kopfmarke Victoria und Herstellermarke "C.F.H" mit Krone,
H: 59 cm, 20820 g (mit Bronzesockel)
Nach seiner Ausbildung zum Silberschmied engagierte sich Charles Frederick Hancock als Partner bei Hunt & Roskell in London und eröffnete 1849 ein eigenes Geschäft in der Bruton Street, Ecke New Bond Street. Das Unternehmen, das unter der Schirmherrschaft der wichtigsten Fürsten und Höfe Europas stand, fertigte eigene Entwürfe an, wurde aber auch von mehreren Silberschmieden beliefert. Bereits wenige Monate nach der Geschäftseröffnung wurde Hancock durch Königin Victoria zum Hoflieferanten ernannt. Der Silberschmied war bekannt für seine komplexen, filigran gearbeiteten Kompositionen, darunter grosse figürliche Arbeiten, Teeservices und weiteres Tafelgeschirr. Besonders geschickt war er in der Repoussierung, nutzte aber auch andere Techniken wie Gravur und Ziselierung, um seine Stücke mit kunstvollem Dekor auszustatten. Bei den wohlhabenden und aristokratischen Schichten seiner Zeit sehr begehrt, waren Hancocks Werke auf etlichen internationalen Plattformen vertreten, so etwa an den Weltausstellungen von 1851 im Londoner Kristallpalast, 1867 in Paris und 1873 in Wien. 1856 erhielt Hancock von Königin Victoria den Auftrag zur Anfertigung des Victoria-Kreuzes, einer der wichtigsten militärischen Auszeichnungen der britischen Armee - ein Privileg, das die Firma noch immer innehat.
