"De gelofte" (Der Schwur).
Öl auf Leinwand,
sig. u. dat. (19)88 u.l., verso a. Galerie-Etikett betitelt,
90x65 cm
Provenienz: Galerie Nouvelles Images, Den Haag, Nr. 7264 (verso Etikett); Privatbesitz, Schweiz.
Der Dichter, Maler und Grafiker Lubertus Jacobus Swaanswijk kam als Sohn eines Dekorationsmalers zur Welt. Das Studium an der Amsterdamer Kunstgewerbeschule brach er bereits nach einem halben Jahr ab und lebte die darauffolgende Dekade sprichwörtlich von der Hand in den Mund. Nachdem er 1943 von der Gestapo in Haft gesetzt worden war, nahm er sein Pseudonym Lucebert (Lichtbringer) an. Unter diesem Namen gründete er 1948 zusammen mit anderen Malern und Dichtern die Experimentele Groep in Holland. Später schloss er sich der Avantgardistengruppe CoBrA an, für die er hauptsächlich als Lyriker aktiv war. 1959 und 1964 nahm Lucebert an der Documenta in Kassel, 1964 an der Biennale von Venedig teil. 1969 wurde ihm eine erste grosse Retrospektive im Stedelijk Museum in Amsterdam zuteil. Im Fokus seines Schaffens stand stets die Dichtkunst, die ihn zu traumähnlichen Gemälden inspirierte. Luceberts malerischer Stil wird durch Improvisation, kindliche Naivität und figurative (Alb-)Traumbilder geprägt.
Bei den beiden geometrisch abstrahierten, in intensiven Gelb- und Orangetönen sowie breitem Pinselduktus dargestellten Protagonisten der vorliegenden Komposition handelt es sich um Mutter und Kind.
