"Paysage".
Zerschnittenes Plakatpapier, Collage, auf Sperrholz, in Plexiglasrahmen,
verso sig., dat. 1992 u. betitelt,
20x27,5 cm
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Pavlos Dionyssopoulos, kurz Pavlos genannt, studierte ab 1953 an der Athener Schule der Schönen Künste (ASFA) Malerei. Ein französisches Staatsstipendium ermöglichte ihm 1954 einen einjährigen Aufenthalt in Paris. Zurück in Athen, betätigte er sich als Theaterdekorateur und in der Werbebranche, was sein späteres Schaffen nachhaltig beeinflussen sollte. Ein neuerliches Stipendium im Jahr 1958 bewog ihn zur dauerhaften Niederlassung in der französischen Metropole, wo er mit den Werken der Nouveaux Réalistes in Berührung kam und sich in der Folge zunehmend von der konventionellen Malerei abwandte. Fortan arbeitete er mit bedrucktem Papier, indem er aus geschnittenen Papierstreifen sowohl abstrakte als auch figürliche Arrangements bildete, die bis zur visuellen Illusion ausgearbeitet wurden. Bisweilen experimentierte Pavlos auch mit anderen Materialien wie Stahl und Wolle.
Mit "Paysage" schuf Pavlos eine abstrakte Wiesenlandschaft auf blauem, aus Papierstreifen arrangiertem Grund. Die Umformung des zweidimensionalen Plakates in eine raumgreifende Komposition stand dabei im Fokus. Durch Abstrahieren des ursprünglichen Mediums eröffnete sich dem Künstler die Möglichkeit, die Papierstreifen zu einem dreidimensionalen Objekt zusammenzufügen und so eine visuelle Vision zu erzeugen.

In "Paysage" Pavlos created an abstract meadow landscape on a blue ground arranged from strips of paper. The focus was on the metamorphosis of the two-dimensional poster into an extensive composition. By abstracting the original medium, the artist opened up the possibility of combining the paper strips into a three-dimensional object in order to create a vision of a natural motif.
