"3 Köpfe".
Mischtechnik auf festem Papier,
sig. u. dat. (19)87 o.r. sowie betitelt o.l.,
67x97 cm (LM)
Provenienz: Studio d'arte Cannaviello, Mailand (verso Stpl.); Privatbesitz, Schweiz.
Helmut Middendorf studierte 1973-1979 an der Berliner Hochschule der Künste unter Karl Horts Hödicke. Seine Arbeiten waren zunächst von scharfkantigen, stereometrischen Körpern geprägt, später wandte er sich gegenständlicheren, farbintensiven Bildschöpfungen zu. Gemeinsam mit seinen Mitschülern Rainer Fetting, Salomé und Bernd Zimmer gründete Middendorf 1977 in Berlin-Kreuzberg die "Galerie am Moritzplatz", in der das Trio eigene Arbeiten präsentierte und Raum für Performances bot. Neben der Malerei nimmt vor allem der Experimentalfilm eine wichtige Rolle in Middendorfs Schaffen ein. 1979 erhielt er in diesem Zusammenhang einen Lehrauftrag an der Hochschule der Künste Berlin. Bekanntheit erlangte der Künstler durch seine Teilnahme an der Gruppenausstellung "Heftige Malerei", die 1980 im Berliner Haus am Waldsee gezeigt wurde. Gleichen Jahres zog er im Rahmen eines Stipendiums nach New York. Middendorf zählte zu einer Gruppe von Künstlern, die man aufgrund ihrer starken Farbigkeit und expressiven Malweise als "Neue Wilde" bezeichnete. Ende der 1980er Jahren reduzierte der Deutsche die Farbpalette vehement zu Gunsten seiner "schwarzen Bilder", die als Reflexion der eigenen künstlerischen Position gelten und den Aufbruch in eine neue Richtung markierten. Heute lebt und arbeitet Helmut Middendorf in Berlin und Athen.
