Le village de Riod.
Mischtechnik auf Malkarton,
sig. u. dat. 1911 u.r.,
53,5x46 cm (BG)
Wir danken Bernard Wyder, St-Pierre-de-Clages, für die Echtheitsbestätigung per E-Mail anhand von digitalen Abbildungen.
Édouard Vallet, Sohn französischer Eltern aus der Dauphiné, arbeitete zunächst bei einem Genfer Buchdrucker und besuchte die École des arts industriels. Bei Alfred Martin erlernte er die Holzschnitttechnik, bei Pierre Pignolat und Barthélemy Menn die Malerei. 1910 zog der Künstler nach Savièse, wo er vermehrt die Walliser Landbevölkerung auf die Leinwand bannte. Bald darauf entstanden Landschaften und Ansichten von Sion, wo er jeweils die Wintermonate verbrachte. Édouard Vallet erlangte mit seinen erdverbundenen, oft plakativen Bildschöpfungen weitherum Anerkennung.
1911 und 1912 bezog Édouard Vallet eine Mietwohnung im Dorf Riod bei Hérémence, wo auch das angebotene Werk entstand. Dargestellt sind ein Mann und eine Frau, die ihre Schafherde von der Weide zurück auf den Hof treiben. Vallet wählte für dieses Motiv eine für ihn sehr seltene Gouache-Palette aus leuchtenden Tönen, mit der er um 1911 experimentiert haben dürfte.
Dieses Lot wurde auf der Auktion A136 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 10.11.2023 versteigert.
