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429

LANSKOY, ANDRÉ

Moskau 1902 - 1976 Paris

Composition.

Gouache,
sig. u.r.,
65,5x50 cm (BG)

Geboren als Sohn eines Grafen, trat Andrei Michailowitsch Lanskoy 1919 in die Zaristische Armee ein und kämpfte an der Krimfront. 1921 flüchtete seine Familie in die Ukraine, während er selbst nach Paris zog und an der Académie de la Grande Chaumière Malerei studierte. Seine frühen, figurativen Arbeiten waren von den Werken seiner Vorbilder Vincent Van Gogh, Henri Matisse und Chaim Soutine inspiriert. Bereits 1923 debüttierte er am ®Salon d'Automne¯, wo er vom deutschen Kunsthistoriker, Kunsthändler und Sammler Wilhelm von Uhde entdeckt und gefördert wurde. Eine erste Einzelausstellung folgte 1925. Lanskoy fand Anschluss an den Kreis der russischen Künstlerinnen und Künstler und stellte bald erfolgreich mit Robert und Sonia Delaunay, Leopold Survage und Ossip Zadkine aus. Gegen Ende der 1930er Jahre wandte er sich zusehends der informellen Malerei zu, wodurch man ihn zusammen mit seinen Landsleuten Serge Poliakoff, Serge Charchoune und Nicolas de Staël zu den bedeutenden Vertretern der ®Russischen Schule¯ innerhalb der ®Nouvelle École de Paris¯ zählte. Die enge freundschaftliche Verbindung mit Nicolas de Staël mündete 1948 in einer gemeinsamen Ausstellung in der französischen Metropole. Es folgten Werkpräsentationen in Brüssel, London, Lausanne, Zürich, Berlin und New York sowie Teilnahmen an den documenta II und III in Kassel. Lanskoys reife Arbeiten werden von grosszügigen Farbflächen in leuchtenden, ungebrochenen Farben und von feinen Pastelltönen bestimmt, die oft in ein kalligrafisches Liniengerüst eingebunden sind. Neben der Malerei schuf der gebürtige Russe auch Vorlagen für Wandteppiche und Mosaike sowie ein umfangreiches zeichnerisches und druckgrafisches Oeuvre.

Beim vorliegenden Werk fasziniert die stark rhythmisierte Anordnung bunt kontrastierender Farbfelder auf dunklem Grund, die die Formensprache des Künstlers in immer neuen Varianten zur Entfaltung bringt.

 


Schätzung CHF 16'000 *
EUR 17'582 *
USD 20'000 *
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CHF
i
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Bei den mit (*) bezeichneten Losen sind Zuschlagspreis sowie Aufgeld mehrwertsteuerpflichtig.

Dieses Lot wurde auf der Auktion A136 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 10.11.2023 versteigert.


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