"7 Novembre, Paris".
C-Print,
verso sig. u. num. 9/15, bez. "BR. 660",
50x40 cm (BG)
Werk aus der Serie "Chambre close", Nr. 35.
Datiert 1991 (möglicherweise späterer Abzug).
Provenienz: Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg, 1997; europäische Privatsammlung.
Die französische Fotografin Bettina Rheims, Tochter des Kunsthistorikers und Pablo Picasso-Nachlassverwalters Maurice Rheims, modelte selbst, bevor sie auf die andere Seite der Kamera wechselte. In den 1970er Jahren veröffentlichte sie erste Aktaufnahmen von Striptease-Tänzerinnen und Akrobatinnen aus dem Pariser Nachtleben. Der weibliche Körper in provokant-erotischer und voyeuristischer Inszenierung stehen im Zentrum ihrer Tätigkeit. Bettina Rheims visualisiert ein eigenes Frauenbild, in dem sie sowohl der Stärke als auch der Verletzlichkeit ihrer Modelle Ausdruck verleiht. Als Inspirationsquellen dienten ihr Helmut Newton und Diane Arbus. Arbeitete die Französin zunächst ausschliesslich in Schwarzweiss, so entstanden in den 1990er Jahren erste Farbaufnahmen, und in ihren Serien standen zunehmend auch transgeschlechtliche und androgyne Modelle vor der Linse. Männer fotografierte sie mit Ausnahme der französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac und Nicolas Sarkozy kaum. Neben der Erotikfotografie porträtierte Rheims prominente Frauen wie etwa Catherine Deneuve, Madonna und Sharon Stone. Des Weiteren arbeitete sie für Werbekampagnen von Chanel, Lancôme und Dior. Bettina Rheims lebt und arbeitet in Paris.
"Ich muss mich immer noch dafür rechtfertigen, dass ich eine Frau bin, die Fotos von nackten Frauen macht. Ich hatte nie das Gefühl, dass es etwas Bizarres ist, es fühlte sich immer ganz natürlich an." (Bettina Rheims über ihre Arbeit, übersetzt aus dem Englischen)
Dieses Lot wurde auf der Auktion A136 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 10.11.2023 versteigert.
