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137

LUGINBÜHL, BERNHARD

Bern 1929 - 2011 Langnau im Emmental

"Tischlein mit blauem blockiertem Zahnrad".

Gussmodelle aus Holz, geschraubt, polychrom gefasst,
a. Vorderkante mit schwarzem Stift sig., a. Dynamobändern betitelt u. dat. 1976,
H: 60 cm, B: 98 cm, T: 42 cm

Provenienz: Galerie Medici, Solothurn (1978); Privatbesitz, Schweiz; Galerie Silvio R. Baviera, Zürich (1991); Privatbesitz, Zürich; Galerie Andy Jllien, Zürich (2004); europäischer Privatbesitz.

Ausstellungen: Luginbühl zeigt neue Plastiken, Zeichnungen e.c.t., Galerie Medici, Solothurn, 28. Januar - 12. März 1977, Nr. 8; Werke auf Papier und Leinwand, ebenfalls Plastiken, Galerie Museum Baviera, Zürich, 24. November 1990 - 10. Januar 1991.

Literatur: Jochen Hesse, Bernhard Luginbühl. Werkkatalog der Plastiken 1947-2002, Zürich 2003, S. 401, Nr. 1054 (mit Abbildung).

Bernhard Luginbühl und Jean Tinguely entdeckten im Jahr 1973 in der Hammerschmiede Nottaris AG hölzerne Gussmodelle für Maschinenteile, gefertigt von Modellschreinern und farbig gespritzt. Jedes dieser Modelle verfügte über eine bestimmte Farbe, mit der sich eine gusstechnische Information verband. Rot stand für Grauguss (Gusseisen), gelb für Bronzeguss, blau für Stahlguss und grün für Leichtmetallguss. Nach den hölzernen Positivformen wurden negative Sandformen hergestellt und mit flüssigem Metall gefüllt. Das angebotene Objekt setzt sich aus solchen Modellen zusammen, wobei ihre Ironie darin liegt, dass sie vortäuschen, schwere bemalte Eisenplastiken zu sein. Im Verlauf der 1970er Jahre wurden hölzerne Modelle im Metallbau obsolet, indem man sie durch Kunststoff ersetzte. Folglich lassen sich Luginbühls Werke auch als Ausdruck einer gewissen Nostalgie und als Hommage an die anonymen Modellbauer deuten. Die Modellformen sind kostspielige, präzise und ästhetische Überbleibsel des Maschinenzeitalters, weshalb der Künstler sie keinesfalls zerstören wollte. Seine Eingriffe beschränken sich auf das Zusammenfügen von Einzelstücken, die farbliche Ausbesserung einzelner Teile und die Herstellung von Verbindungselementen.

 


Schätzung CHF 6'000 *
EUR 6'593 *
USD 7'500 *
Zuschlag CHF 5'000
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Bei den mit (*) bezeichneten Losen sind Zuschlagspreis sowie Aufgeld mehrwertsteuerpflichtig.

Dieses Lot wurde auf der Auktion A138 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 08.11.2024 versteigert.


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