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176

BÄNNINGER, OTTO CHARLES

1897 Zürich 1973

Sitzender weiblicher Akt.

Bronze, dunkel patiniert,
verso mgr. "OB" u. dat. (19)47,
H: 37,5 cm (ohne Sockel)

Auf grauem Steinsockel.

Das Interesse an der Kunst und insbesondere an der Bildhauerei wurde in Otto Charles Bänninger schon früh durch seinen Vater Friedrich, einen in der Freizeit künstlerisch tätigen Lehrer, geweckt. 1910-1913 absolvierte er eine Bildhauerlehre bei Franz Wanger in Zürich, besuchte 1920/21 die Académie de la Grande Chaumière in Paris und studierte dort bei Auguste Rodins Meisterschüler, dem Bildhauer Émile-Antoine Bourdelle. Während einer Italienreise 1928 setzte sich Bänninger mit der Kunst der Antike und der Renaissance auseinander. Von 1929 bis 1951 war er mit der bedeutenden französischen Bildhauerin Germaine Richier verheiratet, einer Mitschülerin in Bourdelles Atelier. Bänninger pendelte 1932-1939 zwischen Paris und Zürich, bevor er sich endgültig in der Limmatstadt niederliess. 1936 war er Mitglied des Salon d'automne. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges hielt er sich wieder regelmässig in Paris auf. Bänningers Schaffen wurde 1942 an der Biennale von Venedig und 1956 mit dem Kunstpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet. Im Unterschied zu seiner Frau, die sich in ihrer eigenen künstlerischen Auseinandersetzung der Abstraktion annäherte, blieb Bänninger zeitlebens einer klassischen figurativen Bildhauerei verpflichtet. Anfangs zeigten seine Werke unter dem Eindruck Rodins und Bourdelles eine bewegt modellierte Oberfläche, die sich im Verlauf der 1930er Jahre zu Gunsten eines neuen Realismus straffte. Wie Karl Geiser, Hermann Hubacher und Hermann Haller strebte er nach einer Erneuerung des klassischen Menschenbildes und gilt damit als einer der wichtigsten Schweizer Bildhauer der Zwischen- und Nachkriegszeit. Bis heute ist er mit zahlreichen Bildnissen und Denkmälern im öffentlichen Raum präsent.

 


Schätzung CHF 9'000
EUR 9'890
USD 11'250
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Dieses Lot wurde auf der Auktion A138 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 08.11.2024 versteigert.


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