"Étude pour un portrait de John Edwards" (nach "Study for portrait of John Edwards", 1986).
Farblithografie,
handsig. u.r., num. 144/180,
93,6x67,8 cm (BG), ungerahmt
Provenienz: Michelle Champetier Fine Art, Cannes, 2007; europäische Privatsammlung.
Literatur: Bruno Sabatier, Francis Bacon. The grafic work, Catalogue raisonné, Paris 2012, S. 80, Nr. 22.
Datiert 1987.
Der irischstämmige Francis Bacon zog nach gescheiterter Schulausbildung und im Zuge von familiären Konflikten 1925 nach London, wo er später als Innenarchitekt und Möbeldesigner tätig war. In den 1930er Jahren entstanden auf autodidaktischem Weg und unter dem Einfluss von Surrealismus und Kubismus erste Ölbilder. Später nutzte Bacon auch Elemente und Mittel der Fotografie und Bildhauerei. Aus Unzufriedenheit über seine Arbeit zerstörte er zu Beginn der 1940er Jahre die Mehrzahl seiner Werke und wandte sich erst ab 1944 wieder intensiv der Malerei zu. 1951 fand seine erste Einzelausstellung statt. Hauptgegenstand in Bacons Werken ist der menschliche Körper, der sich dem Betrachter oft entstellt oder stark deformiert präsentiert. Themen wie Gewalt, Schmerz und Aggression werden in expressionistisch-visionärer Malweise vielfach umgesetzt. Narrative Inhalte fehlen meist.
Dieses Lot wurde auf der Auktion A139 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 09.05.2025 versteigert.
