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75

VALLET, ÉDOUARD

1876 Genève 1929

"Vue de Sion".

Öl auf Leinwand, doubliert,
sig. u. dat. 1920 u.r., verso a. Keilrahmen betitelt,
59x87 cm

Literatur: Bernard Wyder/Jacques Dominique Rouiller, Catalogue raisonné de l'oeuvre peint d'Édouard Vallet, Genf, 2006, S. 424, Nr. 442 (mit Abbildung).

Édouard Vallet, Sohn französischer Eltern aus der Dauphiné, arbeitete zunächst bei einem Genfer Buchdrucker und besuchte die École des arts industriels. Bei Alfred Martin erlernte er die Holzschnitttechnik, bei Pierre Pignolat und Barthélemy Menn die Malerei. 1910 zog der Künstler nach Savièse, wo er vermehrt die Walliser Landbevölkerung auf die Leinwand bannte. Bald darauf entstanden Landschaften und Ansichten von Sion, wo er jeweils die Wintermonate verbrachte. Mit seinen erdverbundenen, oft plakativen Bildschöpfungen erlangte Édouard Vallet weitherum Anerkennung.

Das Jahr 1920, in dem Édouard Vallet das angebotene Werk "Vue de Sion" geschaffen hat, brachte im Privatleben des Künstlers etliche Veränderungen. Er heiratete Marie Jollien und zog nach Sitten, wo er mit ihr und den beiden Töchtern ein Haus in Bahnhofsnähe bezog. In jener Zeit entstand eine beeindruckende Reihe von Gemälden mit Sujets von Sitten und seiner Umgebung, darunter auch die vorliegende Komposition, die den Blick auf das Château de Valère richtet. Vallet arbeitete nach den Prinzipien der Akademie. Er fertigte Skizzen und Vorzeichnungen an und achtete stets auf die Ausgewogenheit seiner Kompositionen. Fasziniert vom Wallis, trug er so zur Sichtweise einer Region bei, wie sie von vielen Künstlern seit den 1880er Jahren in Bildern festgehalten wurde.

 


Schätzung CHF 45'000
EUR 49'450
USD 56'250
Zuschlag CHF 49'000
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Dieses Lot wurde auf der Auktion A140 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 07.11.2025 versteigert.


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