"Homage la Carl László".
Öl auf Leinwand,
sig. u.r., verso dat. 1971 u. betitelt,
180x120 cm, ungerahmt
1956-1961 absolvierte János Fajó ein Studium der dekorativen Malerei an der Ungarischen Hochschule für Angewandte Kunst in Budapest, an der er ab 1989 selbst eine Lehrtätigkeit übernahm. Als künstlerischer und geistiger Mentor diente ihm der Schriftsteller und konstruktivistische Maler Lajos Kassák. 1974 engagierte er sich als Mitbegründer der "Budapester Werkstatt", einem bedeutenden Forum für experimentelle Kunst in Ungarn. Zwei Jahre später wirkte er massgeblich am Aufbau der Künstlerkolonie und des Symposiums für Metallkunst in Gyor mit, und 1976-1988 war er Leiter der progressiven Józsefvárosi-Galerie in Budapest. Ab Mitte der 1980er Jahre pflegte Fajó enge künstlerische Kontakte zu Max Bill und Victor Vasarely, deren internationale Ausstrahlung für die konkrete und konstruktive Kunst nicht nur sein Werk beeinflusste, sondern auch seine Position innerhalb des europäischen Netzwerkes avantgardistischer Strömungen bestärken sollte. Der in der 2. Hälfte der 1960er Jahre gefestigte Stil des Ungarn wurzelt im Konstruktivismus und in der Konkreten Kunst. Gleichzeitig machen sich Einflüsse von Op-Art, Minimal Art und Geometrischer Abstraktion bemerkbar. Janós Fajó gilt als prägende Figur der progressiven ungarischen Kunstszene der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben Gemälden umfasst sein Oeuvre auch plastische Arbeiten aus Metall, Bronze und Kunststoff.
