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26

KLEE, PAUL

Münchenbuchsee 1879 - 1940 Muralto

"Beeren".

Tusche,
sig. u.r., a. Unterlagekarton dat. (mit Werknr.) "1913.167" sowie betitelt,
8,5x5 cm

Blatt auf Unterlage fixiert.

Echtheitsbestätigung: Paul Klee-Stiftung, Bern (Dr. Jürgen Glaesemer), Bern, 19. November 1975.

Provenienz: Galerie Rosengart, Luzern; Serge Sabarsky Gallery, New York (dort erworben am 20. Februar 1976).

Ausstellung: Paul Klee, Nationalgalerie, Kronprinzenpalais, Berlin, Februar 1923.

Literatur: Josef Helfenstein/Christian Rümelin, Catalogue raisonné. Paul Klee, Bd. 2, 1913-1919, Bern 2000, S. 105, Nr. 1069 (mit Abbildung).

Schon früh wurde Paul Klees Talent für Kunst und Musik erkannt. Als junger Mann begab er sich nach München, wo er an der Privatschule von Heinrich Knirr Grafik studierte. 1899 lernte er bei Walter Ziegler die Technik des Ätzens und Radierens, und ein Jahr später wechselte er an die Kunstakademie in die Klasse von Franz von Stuck, wo er auf Wassily Kandinsky traf. 1901/02 bereiste er in Begleitung des Bildhauers Hermann Haller Italien. Danach war er wieder in seinem Elternhaus in Bern domiziliert, verdiente sich als Geiger den Lebensunterhalt und setzte gleichzeitig seine künstlerischen Studien fort. Nach seiner Heirat mit der Pianistin Lily Stumpf zog das Paar 1906 nach München. Dort beschickte Paul Klee 1908 die Ausstellungen der Münchner und der Berliner Sezession. 1911 schloss er sich der Redaktionsgemeinschaft des Almanachs "Der Blaue Reiter" an und unternahm 1914 mit August Macke und Louis Moilliet jene Tunisreise, die ihn massgeblich beeinflussen sollte. Aufgrund seiner deutschen Staatsangehörigkeit wurde Klee 1916 als Soldat in den Ersten Weltkrieg eingezogen. Nach Kriegsende folgte er dem Ruf von Walter Gropius ans Bauhaus nach Weimar und später nach Dessau, wo er anfänglich als Buchbinderei-Werkstattmeister, später als Dozent für Malerei und Glasmalerei engagiert war. 1924 fand Klees erste Einzelausstellung in den Vereinigten Staaten statt. Vier Jahre später unternahm er eine ausgedehnte Reise nach Ägypten. Anfangs der 1930er Jahre trennte er sich von seiner Bauhaus-Lehrtätigkeit und wurde Professor für Maltechnik an der Düsseldorfer Kunstakademie. Nach Hitlers Machtübernahme 1933 kehrte der Künstler nach Bern zurück und wurde vom Pariser Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler unter Vertrag genommen. Gleichen Jahres organisierte die Kunsthalle Bern eine Klee-Retrospektive in Kombination mit Werken von Hermann Haller. Nach langer Krankheit nahm der Künstler seine Arbeit 1937 wieder auf. Das Jahr vor seinem unerwarteten Tod 1940 gilt als produktivste Zeit seines Schaffens überhaupt. Heute wird im Zentrum Paul Klee in Bern die weltweit grösste Sammlung seiner Arbeiten aufbewahrt.

 


Schätzung CHF 9'000
EUR 9'890
USD 11'250
Zuschlag CHF 13'000
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Dieses Lot wurde auf der Auktion A141 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 08.05.2026 versteigert.


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