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52

VIBERT, JAMES

Carouge 1872 - 1942 Plan-les-Ouates

"Le Passé".

Bronze, dunkel patiniert,
a. Brunnen sig., dat. 1924 u. gewidmet "Mon ami Marius Flo(...?)",
H: 38 cm

Nach der gleichnamigen, monumentalen Steinskulptur von 1922 im Musée d'art et d'histoire, Genf (Inventar-Nr. 1922-0315).

Der symbolistische Bildhauer James Vibert, Spross einer politisch engagierten Familie in Carouge, absolvierte zunächst eine Ausbildung als Kunstschmied in Genf und Lyon, bevor er sich 1892 nach Paris aufmachte. Dort war er in symbolistischen Künstlerkreisen aktiv, stellte im Umfeld der Rose-Croix aus und betätigte sich 1894 im Atelier von Auguste Rodin, der damals gerade an "Balzac" arbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Genf 1898 stand er in engem Austausch mit Schweizer Künstlern wie Ferdinand Hodler, Auguste de Niederhäusern, Albert Trachsel und Félix Vallotton. 1902 liess er sich dauerhaft in Genf nieder, übernahm im Folgejahr eine Professur an der École des beaux-arts, die er bis 1935 innehaben und damit eine ganze Generation von Bildhauern prägen sollte. Neben zahlreichen Porträtbüsten und kleineren Plastiken schuf er namhafte Werke für den öffentlichen Raum, darunter die Figurengruppe "Trois Confédérés" im Bundeshaus in Bern. Viberts Arbeiten zeichnen sich durch eine konsequent symbolistische Bildauffassung und vereinfachte Formensprache aus. Der Künstler war stets bestrebt, die plastischen Möglichkeiten des verwendeten Materials für einen direkten, allegorischen Ausdruck zu nutzen. Seine Werke verbinden kraftvolle, kompakte Modellierung mit einer klaren, oft monumentalen Präsenz.

 


Schätzung CHF 12'000
EUR 13'186
USD 15'000
Zuschlag CHF 8'000
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Dieses Lot wurde auf der Auktion A141 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 08.05.2026 versteigert.


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