Zugeschrieben - Attributed
Nature morte aux pêches.
Öl auf Eichenholz, parkettiert,
68,5x89 cm
Provenienz: Collection Bénédict; Maurice Segura, Paris, 1984; Bonhams, New York, 21. September 2022, Lot-Nr. 45; Privatbesitz, Schweiz.
Ausstellung: Galerie de l'Elysée, Paris, Dezember 1950, Nr. 14.
Das Gemälde wird in die Zeit um 1630-1640 datiert.
Der flämische Maler Jacob van Hulsdonck verlebte seine Middelburger Lehrjahre mutmasslich im Umkreis des Stilllebenmalers Ambrosius Bossaert, sein Stil zeugt jedoch auch vom Einfluss des in Antwerpen tätig gewesenen Osias Beert. 1608 kehrte Hulsdonck in seine Geburtsstadt Antwerpen zurück und wurde Mitglied der Lukasgilde. Zwischen 1613 und 1623 unterrichtete er in seinem eigenen Atelier Jacques de Moor, Hans van Pelt, Thomas Vermeulen u. a. Sein Oeuvre konzentriert sich ausschliesslich auf üppige Stillleben mit Blumenarrangements und Früchten sowie auf die sogenannten ®Banketjes¯ (Bankette), die er mit Chinaporzellan- oder Korbmotiven zu durchsetzen pflegte. Alle Kompositionen bestechen durch ihren Detailreichtum von hohem naturalistischem Gehalt.
Auch im angebotenen Gemälde lassen sich viele klassische Elemente von Hulsdoncks Stilllebenmalerei erkennen. Die asiatische oder asiatisch inspirierte Keramikschale steht in direkter Nachbarschaft mit dem traditionellen einheimischen Flechtkorb. Mit Pfirsichen, Trauben, Pflaumen, Birnen, Aprikosen, Kirschen und Haselnüssen präsentierte Hulsdonck zudem eine breite Auswahl an Lebensmitteln, die denWohlstand Flanderns in jener Zeit zum Ausdruck bringen sollte.
Dieses Lot wurde auf der Auktion A141 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 08.05.2026 versteigert.
