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351

MILLET, JEAN-FRANÇOIS

Gruchy 1814 - 1875 Barbizon

Ferme dans un paysage.

Öl auf Leinwand,
sig. u.l.,
57,5x74 cm

Provenienz: Sammlung Secretan, Paris; Sammlung Edonars, Paris; Sammlung Foinard, Paris; Goupil & Verledon, Paris, 1892; Mr. C.M.S. White, 1893; Kievits Galleries, Pasadena/CA, 1931; Colonel Steven L'Hommedieu Slocum, Washington D.C., 1932; Galerie Knoedler & Co., New York; Margaret O.F. Proctor; Christies's New York, 12. Oktober 1979, Lot-Nr. 50; Ankauf an vorgängig genannter Auktion durch den Vater des heutigen Besitzers; durch Erbgang in Privatbesitz, Schweiz.

Das Gemälde wird in die Zeit um 1870 datiert.

Der bedeutende französische Maler Jean-François Millet erhielt zunächst eine Ausbildung als Porträtist, näherte sich in Paris jedoch schnell dem realistischen Kreis um Théodore Rousseau an. Infolge einer Cholerapandemie zog er 1849 in das kleine Dorf Barbizon südlich von Paris, wo er mit Camille Corot, Narcisse Diaz und anderen bereits eine bedeutende Künstlerkolonie vorfand, die sich von den konservativen Akademien ab- und der Natur zugewandt hatte. In dieser ®Schule von Barbizon¯ entstanden Millets bekanntesten Werke. Er hielt Handwerker und Bauern bei ihrer schweisstreibenden Arbeit fest und löste damit in der Pariser Bourgeoisie einen Aufschrei aus. Die Konservativen nannten ihn einen Revolutionär, die Radikalen wähnten ihn als einen von ihnen. Millet selbst äusserste sich nur zurückhaltend über Politik, seine enge Freundschaft mit dem Karikaturisten Honoré Daumier deutete jedoch auf eine liberale Einstellung hin. Auf nationaler Ebene genoss Millet hohes Ansehen; die erste Retrospektive seines Schaffens organisierte man im Rahmen der Pariser Weltausstellung von 1867.

Von Millets Interesse am bäuerlichen Leben zeugt auch das angebotene Werk. Ungewöhnlich menschenleer für seinen Stil, dokumentierte der Künstler den traditionellen Landhausbau in der Gegend von Barbizon. Als Besonderheit verfügt die dargestellte Häusergruppe über eine eigene Mühle, was beim hinteren Gebäude anhand des Mühlerades und des künstlichen Mühlebaches gut zu erkennen ist.

 


Schätzung CHF 130'000 *
EUR 142'857 *
USD 162'500 *
Mein Gebot
CHF
i
Sicherheitsgebot

Bei den mit (*) bezeichneten Losen sind Zuschlagspreis sowie Aufgeld mehrwertsteuerpflichtig.

Dieses Lot wurde auf der Auktion A141 bei DOBIASCHOFSKY AUKTIONEN AG am 08.05.2026 versteigert.


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