Les toits enneigés.
Öl auf Leinwand,
sig. u.r.,
38x46 cm
Provenienz: Privatbesitz, Westschweiz.
Der postimpressionistische Maler Henri Lebasque wurde hauptsächlich für seine stimmungsvollen Gemälde aus dem französischen Süden bekannt. Geboren im Loiretal und ausgebildet in Angers sowie an der Pariser Académie Colarossi, avancierte der Künstler rasch zu einer zentralen Figur im Geflecht der französischen Kunstszene. Von Paul Signac, Auguste Renoir und Georges Seurat übernahm er Techniken und Maltheorien, während ihm der Kontakt zum bedeutend älteren Camille Pissarro eher als persönliche Inspiration diente. Lebasque war in vielen Pariser Salons vertreten und selbst Gründungsmitglied des Salon d'Automne. Neben Paul Sérusier, Maurice Denis, Félix Vallotton und anderen gehörte er zur Gruppe der Nabis. Wenn es während den Sommermonaten heiss wurde in Paris, zog sich der Künstler nach Le Cannet bei Cannes zurück. Dort entstanden seine bekanntesten Gemälde: sommerliche Landschaften und Porträts von Menschen in wohliger Entspannung und Idylle. Die kräftige Farbgebung und die einzigartige helle Lichtführung ziehen sich - mit Ausnahme der während des Ersten Weltkrieges entstandenen Kompositionen - durch Henri Lebasques ganzes Oeuvre und wurden zu einer Art Markenzeichen des Franzosen.
