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DAM, VU CAO

Hanoi 1908 - 2000 Saint-Paul-de-Vence

Maternité au coq.


Öl auf Sperrholz,
sig. u. dat. 1957 u.r., verso sig., dat. (19)57 u. bez.
"Vence", 81,5x65,5 cm

(Please scroll down for the English version.)

Das angebotene Werk gelangt in einem Künstlerrahmen zur Versteigerung.

Provenienz: Privatbesitz, Schweiz.

Ausstellung: Stadttheater, Langenthal, 24. November - 9. Dezember 1957 (dort vom jetzigen Besitzer erworben).

Wir danken Yannick Vu Jakober, der Tochter des Künstlers, für die Bestätigung der Autorschaft anhand digitaler Fotografien.

Der vietnamesische Kunstmaler und Bildhauer Vu Cao Dam, Sohn einer streng katholischen Grossfamilie, zeigte schon als Kind grosse Begabung für Kunst und Sport. 1926 entschied er sich für ein fünfjähriges Studienprogramm an der kurz zuvor gegründeten École Supérieure des Beaux-Arts de l'Indochine in Hanoi, wo er unter anderem Kurse in westlicher Ölmalerei, Bildhauerei und asiatischer Seidenmalerei belegte. Unter dem Einfluss seines Lehrers Victor Tardieu entwickelte Vu Cao Dam eine Faszination für die französische Kunst und insbesondere für den (Post-)Impressionismus. 1931 erhielt er ein Auslandstipendium für die Cité Internationale Universitaire de Paris und nahm noch gleichen Jahres an der "Exposition Coloniale Internationale" teil. Gleichzeitig bildete er sich an der École du Louvre weiter. Der Umzug in die französische Hauptstadt, die sich als künstlerische Inspirationsquelle offenbaren sollte, gilt als Wendepunkt in Vu Cao Dams Leben. Während dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Eröffnung eines ersten eigenen Ateliers in Vanves südwestlich von Paris, wo neben Gemälden auch Arbeiten in Ton entstanden. Nach Kriegsende war der mittlerweile mit der Pianistin Renée Apprion verheirate Künstler ein überaus geschätzter Maler und Bildhauer mit gefülltem Auftragsportefeuille und einer ersten Einzelausstellung 1946 in der Pariser Galerie Van Rick. Aus gesundheitlichen Gründen liess sich der Vietnamese drei Jahre später im südfranzösischen Vence nieder. Ab den 1960er Jahren war er regelmässig in Galerien in Nizza, Schweden, London und Brüssel präsent, und 1963 unterzeichnete er einen Exklusivvertrag mit den in den USA domizilierten Wally Findlay Galleries. In Vu Cao Dams Spätwerk machen sich sowohl Einflüsse der École de Paris als auch der Art Brut bemerkbar. Mit Ausnahme einiger Landschaftskompositionen und plastischer Arbeiten umfasst sein Oeuvre hauptsächlich figürliche Gemälde, in denen sich Elemente der westeuropäischen Malerei mit Elementen der traditionellen asiatischen Seidenmalerei verbinden.

Vu Cao Dams Arbeiten erinnern sowohl aus stilistischer als auch aus kompositorischer Sicht an die symbolträchtigen, meist religiös konnotierten Werke Marc Chagalls. Im angebotenen Gemälde manifestiert sich die Maternität als favorisiertes Thema des Künstlers, das hier von einem prächtigen Farbenspiel, fernöstlichen Akzenten und rhythmisierenden Linien umwoben wird.

 

 

The painting is offered with the original artist’s frame.

Provenance: Private property, Switzerland.

Exhibition: Stadttheater, Langenthal, 24 November - 9 December 1957 (acquired there by the present owner).

We would like to thank Yannick Vu Jakober, the artist's daughter, for confirming the authorship upon examination of digital photographs.

Vu Cao Dam's works are stylistically and compositionally reminiscent of Marc Chagall's symbolic, mostly religiously connoted works. In the painting on offer, maternity manifests itself as the artist's favourite theme. Dam's works of art captivate with their magnificent play of colours and Far Eastern accents.


Estimation CHF 23'000
EUR 21'495
USD 23'958
Zuschlag CHF 70'000
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.
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