"Vue à Ceriana".
Öl auf Leinwand,
sig. u.l., verso a. Echtheitsbestätigung betitelt,
75x54 cm
Verso Echtheitsbestätigung: J.F. Carabain, Brüssel, 10. November 1901.
Seine malerische Ausbildung erhielt der aus den Niederlanden stammende Jacques François Carabain bei Jacobus Schoemaker Doyer und Valentijn Bing an der Amsterdamer Akademie. Nach 1856 reiste er durch Europa, verweilte kurzzeitig in Brüssel und liess sich schliesslich im belgischen Schaerbeek nieder, wo er 1880 die belgische Staatsangehörigkeit erhielt. Fünf Jahre später folgten weitere Reisen nach Australien und Neuseeland. Der Künstler nahm u.a 1873 an der "Annual International Exhibition" in London teil und präsentierte seine Werke 1885 in der Victorian Academy of Arts in Melbourne. Jacques François Carabain zählt neben François Stroobant zu den populärsten und erfolgreichsten Vedutenmalern des 19. Jahrhunderts in Belgien. Sein farbenfrohes Oeuvre umfasst neben frühen Landschaften und Seestücken zahlreiche Stadt- und Gebäudeansichten im Stil des Romantischen Realismus. Zu seinen favorisierten Motiven gehören mittelalterliche und barocke Stadtszenen mit Fokus auf Prunkbauten, Kirchenanlagen und bevölkerte Marktplätze.
Im vorliegenden Gemälde hielt Jacques François Carabain einen unaufgeregten Ausschnitt aus dem Gassentreiben in der ligurischen Ortschaft Ceriana am Fuss des Monte Ceppo fest.
