La rue.
Öl auf Leinwand,
sig. u.r.,
47,5x22,5 cm
Jean-François Raffaëlli, Spross einer Familie italienischer Abstammung, wuchs in Paris auf. Nach flüchtigen Engagements in der Musik- und Theaterwelt wandte sich der Franzose bald schon der Malerei zu und studierte vorübergehend beim Historienmaler, Orientalisten und Bildhauer Jean-Léon Gérôme an der École des Beaux-Arts. 1870 nahm er erstmals am Salon de Paris teil. Geprägt von der Auseinandersetzung mit dem Realismus und Impressionismus malte Raffaëlli neben Landschaften vorzugsweise Arbeiter- und Strassenszenen in den Pariser Vororten sowie Porträts. Auf Einladung von Edgar Degas beteiligte er sich 1880 und 1881 an den Salons der Impressionisten. Nach 1889 rückten Pariser Strassenszenen ins Zentrum von Raffaëllis Motivpalette. In den ersten Jahren nach der Jahrhundertwende setzte sich der Künstler hauptsächlich mit druckgrafischen Prozessen auseinander und entwickelte eine neue Technik der Farbradierung. Diese wurde durch eine eigens gegründete Société vermarktet, der auch Mary Cassett und Camille Pissarro angehörten.
